Mindfulness im Unternehmen

Gesundes und effizientes Arbeiten neu gedacht:

Mindfulness im Unternehmen

Mit den hohen Anforderungen und ständigen Veränderungen der heutigen Zeit erlebt man oft, dass etwas ganz Entscheidendes verloren geht: Die Fähigkeit in sich hinein zu horchen und eine offene positive Einstellung zu bewahren. Also das, was wir als Mindfulness bezeichnen. Dabei ist genau dies der Schlüssel zu echter Innovation und Gesundheit. In diesem Artikel erfährst du, was genau Mindfulness ist, wo sie herkommt und welche bekannten Unternehmen bereits auf Mindfulness im Arbeitsalltag setzen. Außerdem erhältst du Anreize, wie du diese Fähigkeit, die leider viel zu oft auf der Strecke bleibt, wieder zurück erlangen kannst.


Unsere moderne Gesellschaft stellt sehr hohe Anforderungen an jeden einzelnen von uns. Zudem bleiben durch die fortgeschrittene Technik kaum noch Phasen, sich zurückzuziehen. Selbst in unserer Freizeit schalten wir selten das Smartphone oder den Computer aus. Ob beruflich oder privat – ständig beantworten wir unsere Nachrichten. Diese Unfähigkeit sich abzugrenzen führt schließlich zu einem stetig ansteigenden Stress-Level.

Die Anforderungen der heutigen Zeit

Unser globaler Markt ist riesig und muss sich auf die Diversität unserer Kulturen einstellen. Das führt häufig dazu, dass Arbeitszeiten gegen die innere Uhr verlaufen und bloß in ihrer Unregelmäßigkeit regelmäßig sind. Wer heutzutage erfolgreich sein will, muss lernen flexibel zu sein und zwar was Arbeitszeit, Arbeitsort, Anforderungen und Arbeitsverhältnisse betrifft.

Arbeitszeiten verlaufen häufig gegen die innere Uhr und sind nur in ihrer Unregelmäßigkeit regelmäßig.

Ständig muss etwas Neues erlernt werden und immer wieder müssen neue Einschätzungen vorgenommen werden. Dementsprechend passen sich auch Arbeitsweise und Arbeitsverhältnisse immer wieder an. Ein Arbeitsverhältnis auf Lebenszeit gehört längst der Vergangenheit an. Durch diese stetigen Veränderungen kann es passieren, dass sich der Einzelne als zu langsam und damit ungenügend empfindet. Folgen sind Stress und weitere negative Symptome. Die prominentesten stressbedingten Leiden sind:

• Depressionen
• Burnout
• Herzinfarkte
• Kopf-, Rücken, und Nackenschmerzen
• Das chronische Erschöpfungssyndrom CFS

Um dem vorzubeugen und mit Voraussicht auf diese wechselnden Verhältnisse zu reagieren, braucht es zunächst Einfühlungsvermögen. Das gilt ebenso für den Kontakt zu sich selbst als auch die Empathie im Miteinander. Die Fähigkeit gut im Team zu arbeiten ist eine wichtige Grundvoraussetzung für produktive Arbeit. Gelingt dies nicht, können dadurch sogar neue Krankheitsbilder entstehe. Mindfulness kann entscheidend dazu beitragen dies zu verhindern.

Wozu Mindfulness und was ist das?

Es ist erstaunlich, wie wenig wir uns heute mit unserem eigenen Körper wirklich auskennen und wie schwer es uns fällt, in ihn hineinzuhorchen. Um dies wieder zu erreichen bedarf es einer Besinnung auf Handlungen und innere Vorgänge. Wir haben bereits verlernt diese in unserer heutigen Zeit bewusst zu vollziehen. Durch diese schlechte Lebensweise entstehen negative körperliche und psychische Symptome. Diese haben zur Folge, dass die eigene Wahrnehmung negativ eingestellt und verfärbt wird. Um das zu vermeiden kommt Mindfulness ins Spiel.

Der deutsche Begriff für Mindfulness lautet Achtsamkeit. Damit ist die bewusste Wahrnehmung des eigenen Selbst, der Umgebung und der Situation, in der wir uns befinden gemeint. Währenddessen sollte ein Zustand der völligen Wertfreiheit herrschen. Das meint auch eine offene, wohlwollende und akzeptierende Einstellung. Genau diese positive und empfängliche Haltung ist es, die uns im stressigen Alltag verloren geht. Allerdings kann sie genauso gut durch Übung wieder erlernt werden.

Eine positive und empfängliche Haltung ist, was uns im stressigen Alltag verloren geht.

Aus einer achtsamen Grundhaltung gegenüber dem Leben entstehen Zuversicht und Aufgeschlossenheit im Umgang mit neuen Situationen und Veränderungen. Erst wenn man sich seiner selbst bewusst ist, kann man die eigenen Gefühle wahrnehmen und verhindern, dass sie die Kontrolle in unangebrachten Situationen übernehmen. Ebenso kann man die Gefühle seiner Mitmenschen so wirklichkeitsnah einschätzen und verstehen. Auch unbewusste Denkmuster können durch Mindfulness positiv beeinflusst werden. Vorurteile werden abgebaut und Flexibilität wird gewährt. Das ermöglicht ein neues frisches Denken. So weit so gut, aber wo liegen eigentlich die Ursprünge von Mindfulness?

Woher kommt Mindfulness?

Der Ursprung von Mindfulness liegt in Asien, genauer gesagt in der Tradition des Buddhismus. Das buddhistische Wort „Sati“ bedeutet „Absicht des Geistes“, „Klarheit des Geistes“ oder „Aufwachen des Geistes“, kann aber auch mit Mindfulness übersetzt werden. In diesem Zusammenhang ist Mindfulness gleichzeitig als Meditationstechnik und Bewusstseinszustand zu verstehen. Ziel dabei ist ein vollkommen auf die Gegenwart gerichtetes Denken. Zu Beginn der 1950er und 60er Jahre, aber spätestens mit Jon Kabat-Zinn, fand Mindfulness Eingang in die moderne Medizin.

Mindfulness ist gleichzeitig als Meditationstechnik und Bewusstseinszustand zu verstehen.

Meditation und Achtsamkeitsstrategien zeigten positive Ergebnisse in der Psychotherapie und in der experimentellen Psychologie. Zahlreiche Schmerzpatienten wurden erfolgreich mit dem Mindfulness Based Stress Reduction Program (MBSR) behandelt. Auf dieses Programm und die Definition des Begriffes Mindfulness von Jon Kabat-Zinn wird bis heute zurückgegriffen. Es sind die Grundlagen für alle modernen Interpretationen. Internetgiganten wie Yahoo, aber vor allem auch Google waren es, die MBSR in die Arbeitswelt eingeführt haben.

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Wer wendet Mindfulness an und wie?

Spricht man von den Anfängen von Mindfulness in der Arbeitswelt, kommt man an dem Google-Ingenieur Chade-Meng Tan nicht vorbei. Dieser erfand 2007 die SIY-Strategie (Search Inside Yourself). Diese basiert auf der Feststellung, dass Selbsterkenntnis die Voraussetzung für emotionale Intelligenz ist. SIY ist sowohl privat als auch beruflich anwendbar. Erst über die Reflexion der eigenen Gedanken und unbewusste Grundannahmen, kann man zu einer wirklichkeitsnahen Einschätzung des Innenlebens anderer gelangen. Das ist die Grundlage für ein gutes Betriebsklima und sorgt gleichzeitig für Zufriedenheit und Produktivität. Das wiederum ist die Voraussetzung für stressfreies und adäquates Arbeiten.

Über Reflexion der eigenen Gedanken, kann man zu einer wirklichkeitsnahen Einschätzung des Innenlebens anderer gelangen.

Aber nicht nur Google hat schnell den hohen Wert eines solchen Programms erkannt. Immer mehr milliardenschwere Konzerne erkennen das Potential von Mindful-Leadership Programmen. Denn in Führungspositionen herrscht am meisten Druck und Stress. Wenn trotzdem die Work-Life-Balance stimmt, wirkt sich das auch nach unten hin positiv aus.
Dadurch wird nachweislich das Selbstbewusstsein der Mitarbeiter gestärkt und die Arbeitsunfähigkeitstage gesenkt. Daher werden für sämtliche Angestellte in Unternehmen die folgenden Dinge angeboten:

• Meditationen und Meditationstrainings
• Kurse zur Stressbewältigung
• Achtsamkeitsübungen
• Dankbarkeitsübungen
• Retreats
• eintägige oder mehrwöchige Seminare

Auch Angebote, die beispielsweise eine gute Ernährung vermitteln gehören dazu. Alles, was Gesundheit und die Lebensqualität fördert ist willkommen. Das kann man an riesigen Unternehmen wie Facebook, der Deutschen Bank oder BMW sehen. Sogar etliche Regierungen bieten mittlerweile erfolgreich solche Unterstützungen für Politiker und nach und nach auch für Bürger an. Allen voran das britische Parlament. Das gilt aber auch für etliche mittelständige Unternehmen und unzählige Privatpersonen, die so ihr Leben verändert haben. Mindfulness trifft man nicht nur im Silicon Valley, sondern auch in der Kleinstadt. 

Wie kann man Mindfulness wieder lernen?

Mindfulness bedeutet nicht nur einzelne Übungen, sondern es sollte sich auf den gesamten Arbeitsalltag erstrecken. Zum Beispiel lautet eine interne Regelung bei Beiersdorf, dass nur einmal pro Tag die E-Mails gecheckt und andere Nachrichten abgerufen werden dürfen. In der Freizeit wird abgeschaltet – sowohl Kopf, als auch Handy.

Auch in Meetings sollten die Geräte mal ausgeschaltet werden. So können sich alle besser konzentrieren und sich aufeinander fokussieren. Genau das ist es, was gemeinschaftlich trainiert werden kann: Den Fokus auf die aktuelle Tätigkeit zu legen. Durch kleine und einfach in den Alltag zu integrierende Übungen geht das ganz einfach am Arbeitsplatz. Beispiele hierfür wären:

• Bewusste Wahrnehmung der Umgebung, wie Geräusche, Farben und Gerüche mit anschließender Beschreibung
• Atemübungen
• Bewusstes Essen – schweigend, gemeinsam und schließlich mit Gesprächen
• Gemeinsame Spaziergänge, eventuell mit verbundenen Augen von einem Partner geführt werden

Die im hessischen Bernsheim ansässige Firma IFOK etwa hat in einem achtwöchigen Kurs ihre Mitarbeiter mit regelmäßigen Meditationen und Achtsamkeitstrainings unterstützt. Die Coaches, die mit ihnen trainierten, kamen wiederholt in die Firma und besprachen mit den Mitarbeitern Dinge, wie den achtsamen Umgang mit E-Mails und genereller Reizüberflutung. Alle Beteiligten hielten sich gegenseitig dazu an, Pausen zwischen den Meetings zu lassen und nicht ständig auf ihr Smartphone zu starren.
Zum Schluss gab es eine Besprechung, in der ein Resümee gezogen. Ziel dabei war die langfristige Verankerung des Gelernten. Regelmäßiges gemeinsames Mittagessen und fest eingebaute Pausen zwischen den Meetings gehörten zu den dort gesammelten Verbesserungen. Es gibt unzählige Methoden und verblüffend einfache Übungen. Da das naheliegende doch manchmal so schwer zu erkennen ist, bedarf es dafür aber entsprechender Anreize und Vorlagen. Dafür gibt es die passende Literatur und sogar Institutionen, die zu diesem Thema ausbilden.

Echte Innovation durch Mindfulness:

Abschließend lässt sich also sagen, dass Mindfulness folgende essentielle Aspekte des Lebens und Arbeitens steigert:
• Konzentration
• Kreativität
• Mut und Zuversicht
• Effektivität
• Gute Zusammenarbeit
• Körperliche und geistige Gesundheit

Diese Qualitäten sind aus unserer modernen Leistungsgesellschaft nicht mehr wegzudenken. Auch kann echte Innovation nicht ohne die Fähigkeit zur Empathie entstehen. Denn hierzu ist es nötig, im Team produktiv zusammenzuarbeiten und sich in Kunden und seine Bedürfnisse hineinzuversetzen. Um mit der Unsicherheit im Innovationsprozess seinen Herausforderungen umzugehen, braucht es innere Ausgeglichenheit und Zufriedenheit. Nur so kann die Kreativität frei fließen und Außergewöhnliches geleistet werden.  

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