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Community goes online

Die DesignThinkingCoach Community steckt die Köpfe zusammen

Trotz warmen Temperaturen, die eigentlich zum Entspannen in der Sonne einladen, blieb die DesignThinkingCoach Community in diesen Tagen alles andere als untätig. In einer Videokonferenz berieten sich zwölf Design Thinking Coaches über die spannende Frage: Wie können wir Design Thinking Workshops online moderieren? Dabei entstand ein inspirierender Austausch, aus dem am Ende jeder mit neuen Fragen und Ideen hervorging. Um dich daran teilhaben zu lassen, haben wir hier noch einmal die Ergebnisse für dich zusammengefasst. Vielleicht erfährst du ja auch schon den ein oder anderen Geheimtipp für deinen eigenen ersten Online-Workshop.


Einen Online-Workshop zu geben ist zunächst gar nicht mal so einfach, wie es vielleicht scheint. Selbst erfahrene Coaches stehen hier erst einmal vor vielen Herausforderungen. Zwar blicken sie schon auf viele erfolgreich gehaltene Workshops zurück, doch trotzdem kommen auch ihnen erst einmal eine Reihe an Fragen in den Sinn, wenn der Workshopraum auf einmal durch einen virtuellen ersetzt wird: Wie viel Zeit sollte ich einplanen? Welche Tools benutze ich am besten? Wie gestalte ich Warm-Up und Check-in?

Community goes online

Die Beantwortung dieser Fragen, sowie eine gute Vorbereitung sind das A und O, damit der Workshop auch in der Online-Welt zu einem Erfolg wird. Um ein Webmeeting überhaupt stattfinden zu lassen, benötigt man zunächst natürlich erst einmal eine Meeting-Software.Schon hier gibt es zahlreiche Angebote, wie zum Beispiel Zoom, GoToMeeting, Clickmeeting oder Microsoft-Teams.

Hat man sich für eine dieser Möglichkeiten entschieden, ist auch das Angebot an Online-Tools, die man im Verlauf des Workshops nutzen kann nicht gerade klein. Dort muss erst einmal einer Struktur und Ordnung reinbringen. Das übernahmen Ferdinand Lenninger und Lena Eckroth im ersten Slot des Meetings.

Die Tools

Um einen ersten Überblick zu verschaffen, listeten sie die verschiedenen Online-Tools in mehreren Tabellen auf. Diese ließen sich beispielsweise unterteilen in solche für Videoconferencing, Taskmanagement oder auch Polling-Tools. Um nun herauszufinden welche der Tools sich gut eignen und welche nicht, heißt die Devise “Learning by Doing”.

Dadurch ergaben sich anhand der Erfahrungen der beiden schon einige Vor- und Nachteile für die einzelnen Tools, die ebenfalls in den Tabellen erfasst wurden. Daraus ging zum Beispiel hervor, dass “Zoom” und “GoToMeeting” in Sachen Videokonferenz auf jeden Fall die Marktführer sind. Gerade “Zoom” bietet einen großen Umfang an kostenfreien Funktionen.

Mit dem Überblick über die verschiedenen Tools im Gedächtnis ging es dann schließlich einen Schritt weiter. Denn interessant in diesem Zusammenhang ist auch, dass man die verschiedenen Tools nach Design Thinking Phasen einteilen kann. Auch hier wurden wertvolle Erfahrungen ausgetauscht und ein erstes Konzept vorgestellt, sodass sich am Ende jeder den Online-Workshop in der Praxis ein bisschen besser vorstellen konnte.

Die verschiedenen Online-Tools lassen sich nach Design Thinking Phasen einteilen.

Beispielsweise eignen sich “Slack” oder “Crealtr” für den gesamten Design Thinking Prozess, während “MakeMyPersona” ein geeignetes Tool für die “Point of View”-Phase darstellt. Mit dieser Einteilung sollte man sich unbedingt vorher auseinandersetzen, wenn man einen Online-Workshop plant. Das Ziel der Community ist es, eine fertige Liste zu erstellen, aus der man sich in der Anwendung dann nur noch das passende Tool für bestimmte Phasen heraussuchen muss.

 

 

Natürlich soll die Devise “Learing by Doing” dabei nicht vergessen werden. Deshalb heißt es ab hier erst einmal für jeden der Coaches weiter ausprobieren. So kann die Tabelle in den kommenden Tagen durch noch mehr Tools erweitert und mit neuen Erfahrungen angereichert werden. Doch der erste wichtige Schritt in der Beschreibung der vielen verschiedenen Online-Tools ist mit diesem Überblick und der Einteilung in Phasen schon einmal getan. Darauf können nun alle weiter aufbauen.

Als kleine Inspiration für dich: Schau dir doch mal das Online-Tool “Miro” an. Auch das kann im gesamten Prozess verwendet werden. Mit diesem virtuellen Whiteboard kannst du mit deinem Team online brainstormen. Kollaborativ und ganz bequem von zu Hause aus. Mit den vielen bunten Post-Its scheint Miro wie gemacht zu sein für den kreativen Design Thinking Prozess.

Warm-Up und Check in

Eine nächste interessante Frage ist, wie sich Online-Warm-Up oder Check-In überhaupt gestalten. Auch hier zögerte die Community nicht lange und probierte es einfach gleich aus.

Zuerst brachte René Egloff mit seinem Warm-Up alle in Bewegung. Denn auch dafür gibt es interessante Online-Tools, mit denen man dieses gestalten kann und die jeden dazu bringen von seinem Schreibtischstuhl aufzustehen. Verschiedene Übungen, die ein bisschen an Wii Spielen erinnern, sorgten in der Community für viel Spaß und einen energetischen Start in den Tag.

 

 

Danach berichtete Martin Heilemann über die verschiedenen Möglichkeiten eines Online-Check-Ins. Beispielsweise kann man die Teilnehmer*innen mit Miro oder dem Conceptboard auf einer virtuellen Landkarte Stecknadeln setzen lassen.

Jeder an dem Punkt, wo er sich gerade befindet. Denn das vorteilhafte an Online-Workshops ist ja genau das: Jeder kann von überall aus teilnehmen. Auf diese Weise ergibt sich direkt ein Überblick darüber, von wie vielen verschiedenen Orten sich die Menschen gerade connecten und wer alles teilnimmt.

Das vorteilhafte an Online-Workshops ist, dass jeder
von überall aus teilnehmen kann.

Auch hier ein kleiner Tipp für dich von Martin: “Zoom” eignet sich auch bestens zum Check-In. Denn hier gibt es die Funktion der Breakout Rooms, die zufällig Menschen in 2er bis 3er Gruppen einteilt. In diesen Gruppen können sich die verschiedenen Teilnehmer dann zunächst einander vorstellen und sich ein wenig kennen lernen. Mit mehreren Durchführungen dieser Art sind schließlich alle miteinander bekannt und der Workshop kann starten.

Das Fazit der Community

Mutig hat sich die DesignThinkingCoach Community der Herausforderung “Online-Workshop” angenommen und gemeinsam die ersten Hürden meisterhaft überwunden. Das Schöne an der Community ist, dass man bei solchen Aufgaben nicht alleine ist, sondern viele andere Coaches an seiner Seite hat. Das verleiht nicht nur Mut, sondern ermöglicht es auch voneinander zu lernen und aneinander zu wachsen. So geht jeder aus dem Meeting mit neuer Inspiration hervor.

Dadurch, dass jeder sein Wissen und seine Ideen in der Gruppe vorstellt, kann auch jeder davon profitieren. Auch das Teilen einzelner Erfahrungen ist dabei sehr hilfreich für alle. Raymond Packbier brachte beispielsweise eine wertvolle Erfahrung aus seinem letzten Workshop mit.

Denn bei der semantischen Analyse in der Understand-Phase stellte er fest, dass das Clustern und Stickern online viel länger dauert, als er es normalerweise von seinen Workshops gewohnt war. Somit wissen auch andere schon mal, worauf sie sich bei einem Online-Workshop einstellen können.

Die Community ermöglicht es, voneinander zu lernen und aneinander zu wachsen.

Aber auch Neugier und das Stellen von Fragen kann für die Gemeinschaft sehr bereichernd sein. Pauline Tonhauser brachte zum Beispiel schon eine spannende Frage für das nächste Treffen mit ein. Dabei soll es unter anderem darum gehen, wie man den Kreativraum als wichtige Komponente des Design Thinking auch in Online-Workshops mit einbringen kann. Hieraus entstand gleich die Frage, wie man Digitales mit realen, physischen Elementen verbinden und unterstützen kann. Es gibt also auch für die kommenden Tage noch genug, was weiter erforscht werden kann.

Pascal Baumgartner schloss die Runde schließlich mit den Worten: “Ich finde es sehr interessant darüber zu beraten, was man in Online-Workshops alles machen und neu erfinden kann und wie man dabei am besten zusammenarbeitet. Genau das lernen wir gerade in diesem Austausch.” Damit freuen sich nun alle schon darauf, sich beim nächsten Treffen wieder neuen spannenden Fragen zu widmen, dabei noch tiefer ins Detail zu gehen und neu gewonnene Erfahrungen zu teilen.

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