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GLÜCKSMINISTERIN GINA SCHÖLER ÜBER:

Mindfulness und Design Thinking

„Es geht darum im Moment zu sein und das Jetzt zu erleben, mit allem was dazu gehört“

Stell dir eine Flasche Wasser vor, gefüllt mit Sand. Schüttelt man diese Flasche, ist alles wirr und alles durcheinander. Stellt man die Flasche jedoch hin, in Stille und Ruhe, dann sacken alle kleinen Partikel nach unten, setzen sich dort ab und kommen an.


Genau nach diesem Sinnbild kann man sich die Verbindung zwischen Mindfulness und Design Thinking vorstellen. Die Methode des Design Thinking eignet sich perfekt zur innovativen Problemlösung und Ideenfindung. Innovation an sich ist auch sehr gut und wichtig. Doch noch besser wird es, wenn man sich dabei gelegentlich einen Moment der Achtsamkeit nimmt. Sich dabei von dem Streben nach „schneller, höher, weiter“ distanziert und stattdessen mehr Acht darauf gibt, was wirklich zählt.

„Im Eifer des Gefechts vergessen wir es ganz gerne mal, aus dem Karussell des Lebens, in dem wir festhängen, heraus zu kommen“.

 

 

Doch in welcher Weise kann man beide Methoden kombinieren? Und wie können Achtsamkeit und Design Thinking in Kombination zu mehr persönlichem Lebensglück verhelfen? Um diese Fragen zu beantworten, haben wir direkt mit der Expertin in punkto Glück gesprochen.

Gina Schöler hat es sich als Glücksministerin selbst zur Aufgabe gemacht, Menschen spielerisch an die Fragen „Was will ich eigentlich?“ und „Was macht mich wirklich glücklich?“ heranzuführen. Dieser Erkenntnisprozess ist bei ihr mit ganz viel Spaß und oft auch Überraschungen verbunden. Mindfulness stellt eine hilfreiche Methode dar, der Beantwortung dieser Fragen näher zu kommen. Daher wollen wir zunächst von der Glücksexpertin wissen, welche Mindflul Practices sie persönlich anwendet:

Was sind deine persönlichen Methoden der Achtsamkeit, die du anwendest, um wieder im Moment zu sein?

Gina: Ich persönlich meditiere nicht. Aber ich habe meine eigenen Formen von diesem meditativen Zustand gefunden. Beispielsweise in einem Waldspaziergang habe ich meine Methode gefunden, um im Hier und Jetzt anzukommen. Auch in der Badewanne liegen, oder in die Sauna gehen kann zu diesen Methoden gehören. Das sind einfach meine Varianten von Achtsamkeit, bei denen ich runter fahren und den Kopf ausmachen kann.

Ich habe meine eigene Methode gefunden,

im Hier und Jetzt anzukommen.

Das Schöne beim Thema Achtsamkeit ist ja, dass es dort, ähnlich wie beim Glück, viele verschiedene Nuancen gibt. Es gibt eben nicht den ultimativen, perfekten Plan, wie man es umsetzen muss, damit es funktioniert. Vielmehr kann jeder individuell für sich schauen, welche Methoden, Tools und Werkzeuge es gibt und dann entscheiden, was zu dem jeweiligen Lebensstil und Charakter passt. Natürlich passt nicht jede Methode zu jedem Menschen. Aber hier kann man kreativ werden und das für sich adaptieren, sodass man passende Versionen und Varianten für sich findet.

„Egal wie gehetzt und gestresst man ist, einfach mal kurz stehen bleiben und die besagten drei Atemzüge machen, das ist für mich alltagstauglich.“

Was wären deine Tipps, wie man damit beginnen kann, mehr Achtsamkeit in den Alltag zu integrieren?

Gina: Es gibt da sehr viele kleine Tipps. Einer davon ist zum Beispiel „Digital Detox“. Also ganz bewusst den Medienkonsum beobachten und sich die Frage stellen: „Wie oft konsumiere ich was?“ Der nächste Schritt ist, diesen Konsum bewusst zu steuern, indem man beispielsweise das Handy mal auslässt. Das ist eine kleine Form von Achtsamkeit im Alltag, weil man dann einfach mehr im Moment und mehr bei den Personen gegenüber ist. Eine andere Möglichkeit sind kleine Spielerein in Form von Thementagen. Das bedeutet sich bestimmte Dinge auf die Agenda zu setzen. Zum Beispiel einen Tag nur auf Dinge achten, die blau sind. Oder einen anderen Tag nur auf Ruhe. Was ich persönlich auch immer wieder ausprobiere, ist in der Stille zu sein, ohne Bespielung von außen. So kann man nur darauf achten, was man hört. Entweder innen oder in der Umwelt.

 

Heute achte ich nur auf Dinge, die blau sind.

Also halten wir fest: Mindfulness muss gar nicht immer die klassische Meditation sein, sondern kann schon mit kleinen Dingen anfangen und sehr individuell umgesetzt werden. Es bleibt die Frage, wie man dies nun mit der Methode des Design Thinking verbinden kann:

Inwiefern kann man Mindfulness und Design Thinking miteinander verbinden?

Gina: Ich erlebe das klassische Design Thinking oft sehr wild und zackig. Es geht darum viele Ideen zu spinnen und zu resümieren. Teilweise geht es dann auch erstmal um Quantität und darum zu clustern, auszusortieren, Prototypen zu basteln und Feedback einzuholen. Es ist sehr schnelllebig und der Timer ist immer dabei. Ich bin ein riesiger Fan dieser Methode und glaube auch, dass Design Thinking unfassbar viel Potenzial hat, um Ideen zu generieren. Aber ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass wenn man die verschiedenen Steps immer wieder durch kleine Mindfulhacks ergänzt, eine ganz andere Dynamik und Atmosphäre aufkommt. Das können zum Beispiel stille Runden sein, eine kleine Bodyscan Übung, oder eine Eye Contact Challenge. Weil alles, was dabei im Kopf entsteht und auf einen einprasselt muss ja auch erstmal sacken.

Ich bin riesen Fan der Methode.

In gleicher Weise wie in einer Flasche Wasser der Sand eben erst mit Ruhe am Boden ankommt. Genau dieses Sinnbild hat Gina für sich adaptiert, jedoch mit Glitzer an Stelle des Sandes. So kann man sich den Einfluss von Mindfulness auf Design Thinking am besten vorstellen.

„Somit sind das zwei Methoden, die sich perfekt ergänzen.
Klar denkt man bei Design Thinking auch immer an die Zukunft, aber letztendlich kreiert man das hier im Moment“

Und was hat das Ganze jetzt mit dem persönlichen Lebensglück zu tun?

 

In deinem Format „redesign YOU“ werden Design Thinking und Mindfulness dazu eingesetzt, den Weg zu mehr persönlichem Lebensglück zu finden. Kannst du darüber etwas erzählen?

Gina: Die Idee von meinem Kooperationspartner Jochen Gürtler und mir dabei ist, Gestalter des eigenen Lebens zu sein und dafür die Methode des Design Thinking zu nutzen. Die verschiedenen Prozesse und Phasen werden mit den Themen Persönlichkeitsentwicklung und Lebensgestaltung verknüpft. Dabei wird der Mensch in den Mittelpunkt gestellt. Zu Beginn überlegt sich jede*r eine Frage oder Herausforderung, die gelöst werden soll. Dort gibt es die unterschiedlichsten Ansätze. Von Fragen, wie „Wie finde ich zu mehr Ruhe?“, über „Wie schaffe ich den nächsten Karrierestep?“ bis hin zu „Wie verarbeite ich den Tod einer geliebten Person?“.

Werde Gestalter deines eigenen Lebens!

Dann geht jeder in die Tiefenrecherche und stellt sich die Fragen: „Was steckt dahinter?“, „Wer bin ich?“, „Welche Glaubenssätze, Talente und Stärken hab ich?“ und „Ist die Frage, die ich mir am Anfang gestellt habe wirklich der Kern von dem, was mich glücklich macht?“ Manchmal dreht sich dann alles nochmal um 180 Grad. Oft haben Teilnehmer*innen festgestellt: „Wenn ich mal ehrlich zu mir selber bin, ist es eigentlich etwas ganz anderes, was mich glücklich macht.“ Bei diesem Workshop lernt man unglaublich viel über sich selbst. Die Teilnehmer*innen während dieser kreativen Phase zu beobachten, wenn die inneren Kinder herauskommen, ist besser als jeder Kinofilm. (www.redesign-you.de)

Finde dein inneres Kind!

Mit diesen schönen Worten verbleiben wir und bedanken uns bei Gina für die inspirierenden Antworten. Darüber hinaus freuen wir uns, dass Gina Schöler eine unserer Partnerinnen beim bevorstehenden „Mindful Practices Day“ ist. Auch wenn sie leider nicht persönlich da sein kann, wird sie mit ihrer Positivität und einer großen Portion Glück dazu beitragen, diesen Tag, an dem sich alles um die Themen Innovation in Verbindung mit Glück und Achtsamkeit dreht, zu etwas ganz Besonderem zu machen.

Bist Du bereit dein Innovationspotenzial auf das nächste Level zu heben?

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