Warum ist Design Thinking so erfolgreich?

5 dinge, die mit design thinking geführte unternehmen anders machen

Design Thinking ist derzeit eine der populärsten Innovationsmethoden. Inzwischen werden zahlreiche Top-Firmen von Menschen geführt, die nicht nur CEO, sondern gleichzeitig Designer sind. Doch was machen Unternehmen wie AirBnB, IKEA, Siemens oder die Deutsche Bahn eigentlich so anders als andere? In diesem Beitrag liest Du, worin ihr Erfolgsgeheimnis besteht.


1. Neugier hat einen hohen Stellenwert

Wer mit den Methoden des Design Thinking arbeitet, stellt Fragen – viele Fragen! Denn im Design-Thinking-Prozess geht es als erstes darum, ein bisher unbekanntes Problem genau zu verstehen. Offenheit, Neugier und echtes Interesse am Gegenüber sind hierfür die wichtigsten Voraussetzungen.

In Interviews mit den späteren Nutzern eines neuen Produktes oder einer neuen Dienstleistung findet das Team heraus, welche Bedürfnisse es eigentlich genau erfüllen muss. Normalerweise werden die eigenen Büroräume zu diesem Zweck verlassen: Nur wenn es dem Team gelingt, sich empathisch in den Lebensalltag der relevanten Zielgruppe einzufühlen, ist es in der Lage, sich ein realistisches Bild von dem tatsächlichen Problemfeld zu machen. Die daraus resultierenden Erkenntnisse bilden die Basis zur Entwicklung erster Lösungsvorschläge. Oder wie wir im Design Thinking sagen: Erster Prototypen.

2. Der Chef verzichtet auf seinen absoluten Führungsanspruch

Führungskräfte in mit Design Thinking geleiteten Unternehmen haben erkannt, dass allzu strenge Hierarchien im kreativen Prozess eher hinderlich sind. Sie nehmen darum am ehesten die Rolle eines Moderators, oder noch genauer, die eines Gärtners, ein. Ihre Aufgabe sehen sie darin, die Samen für die grundlegende, gemeinsame Arbeit im Team zu säen. Ist diese Basis gelegt, sprießen bald darauf die ersten Ideen von ganz alleine. Ansätze, die vom Team als nicht passend bewertet werden, gelangen nicht in die weitere Entwicklung. Sie werden, ähnlich wie Unkraut auf einem Feld, frühzeitig beiseite geschafft.

3. Abweichende Meinungen sind erwünscht und willkommen

Eine der größten Stärken des Design Thinking ist das interdisziplinäre Arbeiten. Designer glauben nicht an den Mythos vom einsamen Wolf. Sie wissen, dass bahnbrechende Ideen nur selten im stillen Kämmerlein entstehen, sondern am ehesten im lebendigen Austausch mit anderen.

In Design-Thinking-Teams gilt: Jeder ist gleichwertig und jeder ist Experte in seinem ganz speziellen Gebiet. Jedes Teammember bringt seinen individuellen Erfahrungs- und Wertehorizont in die kollaborative Zusammenarbeit ein. Diese Vielfalt weitet den Blick aus dem eigenen Schneckenhaus heraus, wovon letztlich alle Beteiligten (und nicht zuletzt der Arbeit- oder Auftraggeber) profitieren.

4. Sie lieben es zu experimentieren

Designer beenden ihr Werk äußerst selten mit dem ersten Entwurf. Normalerweise probieren sie eine ganze Weile herum, stellen Dinge um, verwerfen sie, und manchmal beginnen sie auch gänzlich von Neuem. Schließlich erhält der Auftraggeber mehrere Entwürfe zur Ansicht, wovon es dann in der Regel nur einer in die weitere Ausarbeitung schafft. Unternehmen tun gut daran, sich dieses Vorgehen zum Vorbild zu nehmen. Wenn nämlich mehrere Ideen gleichzeitig auf ihre Durchführbarkeit hin getestet und zur Not in einem frühen Stadium auch wieder beendet werden können, spart das Zeit und Geld. Darum besteht der Design-Thinking-Prozess gerade am Anfang vor allem im umfassenden Experimentieren. Eine wichtige Grundregel lautet: „Scheitere früh und oft, um eher zum Erfolg zu kommen“.

5. Es gelingt ihnen mit Leichtigkeit, andere für ihre Ideen zu begeistern

Menschen erzählen sich Geschichten, seit es Menschen gibt. Ihre Geschichten handeln von Werten und Erfolgen, aber auch von Frustrationen und Hindernissen, die es zu meistern gilt. Storytelling ist ein wichtiges Element im Design Thinking, das häufig unterschätzt wird. Doch gute Designer sollten nicht nur neugierige Entwickler sein: Sie müssen gleichzeitig auch begeisternde Geschichten erzählen können! Denn wem nützt es schon, wenn innovative Ideen nicht in die Welt getragen werden, sondern in Notizblöcken und auf Post-It-Zetteln verstauben?

Hat ein Auftraggeber in ein neues Produkt oder eine neue Dienstleistung investiert, hat er, ohne es zu wissen, unbewusst auch in dessen Geschichte investiert. Wird ihm diese Geschichte gut erzählt, dann fühlt er sich emotional von ihr in irgendeiner Weise berührt. Im selben Augenblick steigt das Vertrauen in das Produkt und in den gesamten Auftrag. Ist eine Geschichte in der Lage, eine überzeugende Zukunft zu zeichnen, erhalten auch sehr frühe Produkte oder Start-ups die Chance, Kunden für sich zu gewinnen.

 

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