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Was wir von Expertin Michaela Aue lernen können:

Mindfulness im Beruf

Wir alle streben in unserem Berufsalltag nach Fortschritt. Schnell wollen wir weiter kommen und mit innovativen Methoden die besten Konzepte, Ideen und Produkte entwickeln. Doch oft entstehen die wirklich guten Ideen erst dann, wenn man es auch mal wagt, stehen zu bleiben und sich die Zeit zu nehmen, diese Schnelligkeit mit Ruhe und Achtsamkeit zu verbinden.


Doch wie lassen sich diese beiden Konzepte miteinander vereinen? Auf den ersten Blick sind sie doch sehr gegensätzlich, oder nicht? Genau darum geht es beim Mindful Practices Day. Vorab hatten wir bereits die Gelegenheit eine der Expertinnen, die diesen Tag mitgestalten wird, zu diesem Thema zu befragen.

Michaela Aue ist nicht nur Yogalehrerin und Gründerin des Podcastes „The Kyōō“, sondern auch Markenberaterin. Wie sie es schafft in ihrem Berufsalltag Achtsamkeit zu integrieren, auf welche innovativen und achtsamen Methoden sie dabei setzt und welche Aspekte dabei von zentraler Bedeutung sind, konnten wir von ihr im Interview erfahren.

 

Kreative Kommunikation

In unseren Berufen sprechen wir täglich mit vielen unterschiedlichen Menschen. Wir treffen Absprachen, haben Besprechungen und Meetings und unser Handy ist immer dabei. Wir bleiben immer erreichbar. Alles muss irgendwie schnell gehen, damit wir schnell weiter machen können. Unsere alltägliche Kommunikation ist geprägt von Schnelligkeit. Wie soll man da nur Ruhe und Achtsamkeit einbringen und trotzdem noch innovativ bleiben? Unsere Expertin Michaela Aue sagt:

Michaela: „Ich denke man kann nur dann vernünftig miteinander kommunizieren, wenn man wirklich präsent und im Moment ist und sich die Zeit nimmt zuzuhören.“ 

Wie sie das in ihrem Beruf umsetzt, wollen wir genauer wissen:

Michaela: „Für mich macht es keinen Unterschied, ob ich eine Präsentation erstelle, eine Strategie, eine Kampagne oder ein PR-Konzept plane, oder ob ich gerade eine Yoga-, oder Meditationsstunde gebe. Am Anfang stelle ich immer viele Fragen: Was erhoffst du dir von dem Projekt? Was ist deine Erwartungshaltung, was dein Wunsch-Outcome?

Am Anfang stelle ich immer viele Fragen.

Michaela: „Es geht darum zuzuhören und herauszufinden, was dem Gegenüber wichtig ist. Man fühlt sich ein Stück weit in die andere Person hinein und manchmal muss man auch zweimal nachfragen. Die passende Technik dazu ist ganz leicht: Man gibt mit anderen Worten das wieder, was man vom Gegenüber verstanden hat. Diese Person fühlt sich gehört und kann eventuelle Missverständnisse direkt ausräumen.”

 

Raus aus der Komfortzone

Ein bestimmter Aspekt spielt in Verbindung mit Mindfulness immer eine Rolle: Das Verlassen der Komfortzone. Warum das wichtig ist und wie Michaela dies in der Praxis umsetzt, hat sie uns erklärt:

Michaela:  „Um etwas Neues entstehen zu lassen, muss man die Menschen aus ihrer persönlichen Komfortzone herauslocken. Veränderung entsteht erst dann, wenn ich mir und dem Team auch zutraue, anders und neu an Dinge heranzugehen. Raus aus der Komfortzone heißt oft auch raus aus dem gewohnten Umfeld. Das Kick-Off Meeting für ein neues Projekt nicht im eigenen Büro abhalten. Neue Experten einladen, die etwas zum neuen Thema erzählen können und dabei helfen, die eigene Sichtweise zu erweitern.“

Raus aus der Komfortzone heißt oft auch raus aus dem gewohnten Umfeld.

Michaela: „Achtsamkeit und Achtsamkeitsübungen können hierbei unterstützen. Sie helfen uns, den Kopf und Geist frei zu machen. Kreativität braucht Raum, um entstehen zu können. Dazu gehört besonders der Raum im Kopf. Egal ob Atemübung oder kurze Meditation, alles kann dabei behilflich sein, die Kreativität anzuregen.“

 

Flexibilität und Individualität

Nicht wegzudenken aus Michaelas Berufsalltag sind Flexibilität und Individualität. Warum das so ist und was auch das wieder mit Mindfulness zu tun hat, hören wir am besten von ihr selbst:

Michaela: „Die Art und Weise der Zusammenarbeit und die damit einhergehenden Methoden, sind von Kunde zu Kunde ganz individuell. Das hat immer etwas mit dem Projekt selber, dem Status Quo und natürlich auch mit der Anzahl der Beteiligten zu tun.

Einen Workshop für 2 oder 20 Personen zu geben ist natürlich etwas ganz anderes. Je größer die Gruppe, desto schwieriger die Balance zwischen allgemeinen Informationen und dem individuellen Eingehen auf den Einzelnen. Das bedeutet eine andere Art der Kommunikation und natürlich auch andere Übungen und Methoden.

Auch hier kann Mindfulness wieder das verbindende Element sein. Dadurch gelingt es, den Gruppenzusammenhalt zu stärken, neue Sichtweisen aufzumachen oder allgemeine Herangehensweisen an ein neues Projekt zu ändern.“

Das bedeutet in der Praxis?

Michaela: „Bei großen Gruppen sollte man auch immer die Erfahrung aller Teilnehmer einigermaßen im Blick haben. Ist die Gruppe eher homo-, oder heterogen? Was sind die Erfahrungen mit Achtsamkeitsarbeit? Was muss man also an Informationen zusammenstellen, damit alle auf einem Level sind? Hier zahlt sich vorab viele Fragen zu stellen also oft aus.

Natürlich ist auch immer ein Stück Improvisation mit dabei. Manchmal kommt man in den Raum und muss feststellen, dass man das Team und dessen Dynamik vielleicht doch falsch eingeschätzt hat. Zumindest für den Moment. In solchen Momenten verlasse ich mich gerne auf meine Intuition. Dann bemühe ich mich, jeden erst einmal dort abzuholen, wo er gerade ist. Danach kann man in die eigentliche Arbeit einsteigen. Flexibilität ist alles.”

 

Yoga

Nun wollten wir aber noch wissen, warum Michaela unter den Achtsamkeitsmethoden speziell auf Yoga setzt:

Michaela: „Heutzutage sind wir alle mehr im Kopf als im Körper. Doch um präsent zu sein, muss ich einen Weg finden, wieder in meinen eigenen Körper zu kommen. Eine eigene regelmäßige Praxis kann dabei ein wichtiger Schritt sein. Ich persönlich liebe Kundalini Yoga. Für mich ist es der schnellste Weg, um in Verbindung mit mir selber zu treten.“

 

Doch das ist noch nicht alles. Weiterhin können wir folgendes von Yogalehrerin Michaela Aue lernen:

Michaela: „Tatsächlich kann deine Praxis auch der Spaziergang am Morgen sein. Manche Menschen lieben es, Laufen oder Schwimmen zu gehen. Es geht darum, einen Weg zu finden, wieder bei uns selber anzukommen. Eine Art täglichen Check-In zu haben, der uns zeigt, wo wir gerade stehen. Denn Yoga, oder das was “Yoga” repräsentiert, findet nicht auf der Matte, sondern im wahren Leben statt.

„Bei mir sein“, bedeutet in dem Moment, dass ich mich nicht von äußeren Gegebenheiten beeinflussen lasse. Stattdessen vertrete ich weiterhin in Ruhe meinen eigenen Standpunkt. Wenn Yoga dafür die richtige Praxis ist, ist das ganz wunderbar. Wenn etwas anderes zu dieser inneren Ruhe verhilft, ist das aber auch Yoga.“

Yoga findet nicht auf der Matte, sondern im wahren Leben statt.

Ein wichtiger Punkt in Michaelas Berufsalltag fehlt nun aber noch. Interessant ist, wie sie den Podcast, den sie zusammen mit ihrer Kollegin Anni führt, selber beschreibt:

Michaela: „ Mit „The Kyōō – Stichwörter fürs Leben“, möchten wir die kleinen und großen Fragen des Lebens beantworten. Wir teilen alles, was uns bewegt, ernährt, gesund oder glücklich macht. Dafür sprechen wir mit Menschen und Experten, die uns Einblicke, Tipps, Tricks und Life Hacks geben. Diese können uns dabei helfen, bewusster zu leben. Alles unter den Oberbegriffen Gesundheit, Bewegung, Ernährung, persönliches Wohlsein, Weiterentwicklung und Inspiration.

Podcast ist für uns ein Learning-Tool. Wir wünschen uns nichts mehr, als dass die Zuhörer aus den einzelnen Episoden etwas mitnehmen, was sie vielleicht selber in ihren Alltag integrieren möchten. Egal, was uns im Leben beschäftigt, es gibt nicht DIE EINE Lösung, auch wenn wir uns das alle wünschen würden. Es geht darum Dinge auszuprobieren und dabei herauszufinden: Was gefällt mir, was macht mein Leben besser, schöner, entspannter, lebenswerter.

Mit dem Podcast hoffen wir Inspiration zu schaffen und die verschiedensten Tools und Möglichkeiten aufzuzeigen. Die kann dann jede*r in seine ganz persönliche Toolbox hineintun.“

Egal, was uns im Leben beschäftigt,es gibt nicht die eine Lösung.

Inspirierend war für uns das Interview mit Michaela auf jeden Fall auch und vielleicht konntest du ja bereits ein paar Tools mitnehmen. Wenn dir das jetzt noch nicht genug war und du noch viel mehr wissen willst, dann triff Michaela doch einfach beim Mindful Practices Day. Wir jedenfalls freuen uns schon sehr, sie an diesem Tag als eine unserer Expertinnen begrüßen zu dürfen.

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