IN DER STILLE LIEGT DIE INNOVATION

Es scheint manchmal so, als sei unser ganzes Leben ein Streben nach schneller, höher, weiter. Alles dreht sich um Fortschritt und Innovation. Doch wo bleibt mal Zeit für uns? Ist so ein Leben nicht sehr belastend? Nicht wenn man es richtig macht. Die Kunst ist sich Zeit und Ruhe zu nehmen und trotzdem innovativ zu bleiben.

Wir alle kennen diesen Traum von Innovation. Jeden Tag treibt er uns an. Er bringt uns dazu morgens aufzustehen, mit dem Wunsch auch heute weiter zu kommen, besser zu werden, neue Ideen zu entwickeln. Schnell suchen wir nach der innovativsten Methode, um die besten Konzepte zu designen, die neuesten Produkte auf den Markt zu bringen und das Potenzial krampfhaft zu steigern. Alles muss immer irgendwie schnell gehen, um schnell weiter machen zu können. Unser ganzer Alltag ist bestimmt von Schnelligkeit. Innovation in dem Fall bedeutet viele Post-its auf ein Whiteboard kleben, ein neues Produkt entwickeln und schnell weiter. Verloren in diesem Innovationslabyrinth, vergessen wir oft eine ganz wichtige Sache: Uns selbst.

STOP

Das ist nicht was echte Innovation sein sollte, denn dafür braucht es so viel mehr. Oft entstehen die wirklich guten Ideen erst dann, wenn wir es wagen auch mal stehen zu bleiben und uns Zeit für uns zu nehmen. Wenn wir ganz bewusst auch mal Ruhe zulassen. Wenn wir mal wieder unsere Komfortzone verlassen. Wenn wir es uns zugestehen, uns selber wieder zu mehr Lebensglück zu verhelfen. Kurz gesagt: wenn wir dieses Streben nach Innovation mit Ruhe und Achtsamkeit verbinden. Denn dann können wir erleben, wie auf einer Ebene neue Dinge, Produkte und Ideen entstehen, während man gleichzeitig wieder zu sich selbst findet und sich darauf konzentriert, was wirklich wichtig ist. Nur so kann Innovation auch nachhaltig sein und glücklich machen.

Innovation und Achtsamkeit – wie Igel und Hase?

Sind nicht Achtsamkeit und Innovation sehr gegensätzlich? Auf den ersten Blick vielleicht schon. Schaut man jedoch etwas genauer hin, zeigt sich, dass sich beide perfekt ergänzen. Denn wenn wir vor lauter Schnelligkeit und Innovationsstreben nicht mehr weiter wissen, kann Achtsamkeit helfen, den Reset-Button zu drücken und wieder Ruhe einzubringen. Achtsamkeit zu trainieren, kann uns helfen die Sinne zu schärfen, uns zurecht zu finden und wieder ins Hier und Jetzt zurückzukommen. Das sorgt zum einen für weniger Stress und mehr Wohlbefinden. Zum anderen können so die ganzen Ideen, die im Innovationsprozess entstehen aber auch erst einmal sacken. Achtsamkeitsübungen machen Kopf und Geist frei und schaffen so Raum für Kreativität. Sie machen offen für neue Sichtweisen. Achtsamkeit bedeutet unsere Komfortzone zu verlassen: neue Dinge können nämlich nur dann entstehen, wenn wir Veränderung auch zulassen. Zur Achtsamkeit gehört es auch, wieder zu uns zu finden und auf unsere Intuition zu hören. Dadurch entdecken wir kreative Ideen und innovative Gedanken, von denen wir gar nicht geglaubt hätten, dass sie ins uns stecken.

Achtsamkeit beginnt bei DIR

Doch wie soll das funktionieren? Ruhig und achtsam zu sein und gleichzeitig innovativ? Wie können wir Achtsamkeit in den Alltag integrieren? Die Antwort ist ganz einfach. Erinnere dich wieder daran, was du im Streben nach schneller, höher, weiter vergessen hast: Dich. Denn Achtsamkeit startet mit dir. Es gibt nicht die eine Anleitung oder den einen Weg, um achtsam zu sein. Es gibt unzählige Methoden, die dabei helfen, einen achtsamen Geisteszustand zu erreichen und zu erhalten. Man muss nur die für sich persönlich passende Methode finden. Bei dieser Suche ist es hilfreich immer wieder neue Dinge auszuprobieren und sich von anderen Menschen inspirieren zu lassen. Nur so findet man am Ende heraus, welche Achtsamkeitsmethode für einen persönlich die Beste ist. Während manche auf Yoga oder Meditation schwören, um im Moment zu sein und wieder zu sich zu gelangen, ist es für andere vielleicht ein Waldspaziergang. Das Schöne dabei ist, dass Achtsamkeitsmethoden auf allen Ebenen angewendet werden können: ob beim Essen, beim Spazierengehen oder auch beim Zuhören. Wichtig ist nur, dass du dich dabei wohlfühlst. Denn dann ist der Effekt immer der gleiche. Wenn du selber achtsam bei dir und im Hier und Jetzt bist, findest du zu deiner Kreativität und neuen, innovativen Gedanken. Das wirst du dann ganz automatisch in deinen Arbeitsalltag mit hineintragen. Wichtig ist nur, dass du eine Praxis findest, die dich dort hinführt. Also los. Lasse dich inspirieren, probiere einfach mal etwas aus und finde was dich achtsam und glücklich macht.

Und so geht es konkret: Achtsamkeit im Arbeitsalltag

Achtsamkeit muss also gar nicht immer die klassische Meditation sein. Schon ganz kleine Übungen können dabei helfen im Berufsalltag achtsamer zu sein. Hier ein paar Inspirationen: Arbeitest du zum Beispiel im Team, können bestimmte Übungen dazu dienen, Verbundenheit zu schaffen. Das kann für die Teamarbeit sehr förderlich sein. Es kann zum Beispiel schon damit anfangen, einfach Fragen oder Erwartungen miteinander zu teilen oder gemeinsam Erlebnisse zu reflektieren. Um sich von Alltagsgedanken zu befreien und wieder zu innerer Ruhe zu finden, reicht es oft schon, sich einen Moment der Stille zu nehmen und dabei seinen Atem zu beobachten. Wer Wahrnehmung und Kreativität fördern möchte, könnte es mal damit probieren, sich einen Moment Zeit zu nehmen, in dem er/sie ganz intensiv auf Farben in der Umgebung achtet und damit einhergehende Assoziationen aufschreibt. Der „Morning Move“ kann dabei helfen, Körper und Geist wieder in Einklang zu bringen. Dabei erfindet jede Person einen persönlichen Move, den die anderen nachmachen. Danach sind alle bereit mit vollem Elan die Arbeit aufzunehmen. Das sind nur ein paar von vielen Übungen, die dabei helfen können, den Arbeitsalltag achtsamer zu gestalten. Überall gilt natürlich wieder – finde was zu dir und deiner Arbeit passt. Natürlich muss dir nicht alles davon zusagen. Such dir doch einfach mal eine Übungen aus, wende sie an und schaue was passiert.

Über die Autorin

Pauline Tonhauser ist Buchautorin, Yoga-Lehrerin und Gründerin der DesignThinkingCoach Academy. In ihrem Wirken verbindet sie zwei große Leidenschaften: Die innovative Problemlösungsstrategie Design Thinking und Mindfulness. Immer wieder führt sie diese beiden Welten zusammen, um so Platz für nachhaltige Innovation, Kreativität und mehr Zufriedenheit im Leben zu schaffen. Das zeigt sich auch in ihrem Schaffen. Mit dem Sammelwerk „55+1 Mindful Practices“ inspiriert sie Menschen dazu, mehr Tiefe un dVerbindung in Workshops, Meetings und Trainings zu bringen. Auf dem Reinventing Mindfulness Kongress erweckte sie das Buch 2020 in ihrer Community zum Leben. 

SO GELINGT DEINE WEIHNACHTSFEIER ODER DEIN NEUJAHRSEMPFANG IM DIGITALEN

Wieder einmal müssen viele Events pandemiebedingt ins Digitale verlegt werden. Das gilt aktuell besonders für Weihnachtsfeiern und Neujahrs-Empfänge. Wie kann das Zusammenkommen unter diesen Bedingungen zu einem geselligen und unvergesslichen Event werden? Das verrät uns der Berater und Journalist Michael Metzger vom D.Network, der es wie kein anderer versteht, Begeisterung und sozialen Austausch in digitalen Räumen zu entfachen. Gemeinsam mit den Coaches aus dem D.Network haben wir die Mitte 2020 bereits die Online Facilitation Academy gegründet und hier seitdem mehr als 2.500 Personen in kurzen und längeren Ausbildungsformaten beigebracht, Online-Sessions kurzweilig zu konzipieren und mitreißen zu moderieren. Erfahre hier die wichtigsten neun Elemente, mit denen du sicherstellen kannst, dass deine Weihnachtsfeier oder dein Neujahrsempfang zum Erfolg wird. 


Erzeuge echte Begeisterung

Wie bei Offline-Events, gilt auch im Digitalen: Das Format ist umso gelungener, je mehr es gelingt jeden Teilnehmenden zu begeistern. Dabei ist der Begriff wörtlich zu verstehen: Der Geist, also die Begeisterung die hinter dem Format steckt, sollte jeden einzelnen Teilnehmenden erfassen und buchstäblich von einer Person zur anderen weitergegeben werden. Das aber kann nur gelingen, wenn alle Teilnehmenden aktiv in das Format einbezogen werden, somit Teilhabe erlangen und gemeinsam etwas Unvergessliches schaffen. Eine einstündige Ansprache vom Chef war schon bei Offline-Feiern keine gute Idee. Bei gelungenen digitalen Weihnachtsfeiern und Neujahrsempfängen sollte jede Person eine tragende Rolle spielen. Teilnehmende wollen sich schließlich untereinander austauschen, sich kennenlernen oder schöne Erlebnisse miteinander teilen.

Sorge für Dramaturgie und Abwechslung

Kurzweiligkeit entsteht durch Abwechslung. Eine erfolgreiche digitale Weihnachtsfeier oder ein Neujahrsempfang folgt einer abwechslungsreichen Dramaturgie, bei dem einzelne Elemente bestenfalls nicht länger als 20 Minuten dauern. Manche Elemente können im Plenum stattfinden, die meiste Zeit wollten Teilnehmende aber in Kleingruppen miteinander verbringen, wo wirklicher Austausch möglich ist. Wichtig: Im Digitalen passiert informeller Austausch nicht einfach so, als ob man am Glühweinstand locker miteinander plaudert. Der Zweck des Austauschs muss durch die Moderation und durch spielerische Aufgaben immer wieder neu gesetzt werden. Inputs und Interaktion, Umfragen und multimediale Schnitzeljagd – all das motiviert Teilnehmende, eine aktive Rolle einzunehmen.

Investiere in eine multimediale Rahmung

Findet ein Firmenevent im Digitalen statt, kann der Gastgeber multimedial aus dem Vollen schöpfen und das im Vergleich zu Offline-Events auch noch besonders kostengünstig. Jingle und filmische Einspieler, animierte Firmenlogos oder digitale Umgebungen im Corporate Design der Organisation sorgen dafür, dass sich dieses besondere Firmenereignisse von den sonstigen Videokonferenzen abheben, aus einem Guss erscheinen und lange im Gedächtnis bleiben. Natürlich braucht es ein Drehbuch und Regieanweisungen, und damit alles reibungslos und on point über die Bühne geht, kann ein technischer Support nicht schaden – aber all das ist noch wesentlich günstiger als offline eine repräsentative Location anzumieten.

Wähle eine außergewöhnliche Plattform

Schon wieder eine Zoom-Konferenz? Nach zwei Jahren Corona kennen auch wir die sprichwörtliche Zoom-Fatigue. Zum Glück gibt es Alternativen: Mit gather.town, spatial.chat oder wonder.me gibt es Plattformen, die echtes Networking im Stil von 90er-Jahre-Videospielen ermöglichen. Man zieht einfach den eigenen Avatar in Form eines Profilbildes hin zu den Kolleg*innen, mit denen man gerade sprechen möchte. Wie im echten Leben hört man das Gespräch umso lauter, je näher man der Gruppe kommt, bis man dann – simsalabim – in die Breakout-Session hineinkatapultiert wird. Manche dieser neuartigen Videokonferenz-Anbieter lassen zu, die Umgebung manuell zu konfigurieren, sodass man aus Pixeln das eigene Büro nachbauen oder sich an einen virtuellen Strand oder auf den Mond katapultieren kann. Und in dreidimensionalen Umgebungen wie bei Mibo kann man sogar miteinander am Lagerfeuer sitzen, Tischtennis spielen oder Karaoke singen.

Baue eine digitale Whiteboard-Umgebung

Echte Immersion und damit Begeisterung entsteht, indem Menschen miteinander interagieren und gemeinsam etwas erschaffen. Eine Videokonferenz aber ist nicht zum Machen gebaut, sondern zum Reden. Um ein wirkliches Ergebnis entstehen zu lassen braucht es daher mindestens ein zusätzliches Tool, und das kann ein digitales Whiteboard sein wie Miro, Mural oder neXboard. Solche Digitalen Whiteboards nutzen die Berater*innen aus dem D.Network eigentlich für gemeinsame Brainstormings, zur Entscheidungsfindung oder zur Visualisierung von komplexen Sachverhalten. Man kann darauf aber auch Weihnachten feiern! Teilnehmende können miteinander Bilder malen, Wichteln, Weihnachtsbäume dekorieren, digitale Brettspiele spielen, sich Glückwunschkarten schicken und vieles andere mehr. Idealerweise führt die digitale Weihnachts-Whiteboard-Umgebung wie ein roter Faden durch das Programm und die verschiedenen Stationen – bunt, farbig und interaktiv. So finden sich die Mitarbeitenden gut im Programmablauf zurecht, und werden durch die saisonal ansprechend gestaltete Umgebung in eine weihnachtliche Stimmung versetzt.

Spiele ein paar Social Games

Mit interaktiven Spielen, Escape Rooms und anderen Team-Challenges entwickelt sich ein starkes Wir-Gefühl in Blitzgeschwindigkeit. So kann sich euer Team beim Rätseln und Knobeln mit- oder gegeneinander von einer neuen Seite kennen lernen und bestehende Beziehungen vertiefen. Besonders schön ist natürlich, wenn man nicht gegeneinander antritt sondern miteinander fiebert, um einen gemeinsamen Gegner zu bekämpfen. Man nennt es Koop-Games und als Gegner eignet sich die Zeit, ein Computer-Bot oder auch einfach das Spiel selbst, wenn es so gebaut ist, dass verschiedene Challenges oder Ereignisse in unregelmäßigen Abständen von alleine auftauchen. Social Games können in der Videokonferenz gespielt werden, funktionieren aber noch besser auf einem Digitalen Whiteboard.

Führe Zeremonien durch

Spot on für besondere Leistungen und Erfolge eurer Mitarbeiter*innen! Zeremonien sind die passende Form, auf der Digitalen Bühne Wertschätzung zu verteilen. Gemeinschaftliche Rituale stärken das Bindungs- und Identitätsgefühl im Team. Das D.Network und auch wir in der Design Thinking Coach Academy haben übrigens die Erfahrung gemacht, dass man gut auf ein Ranking verzichten kann. Denn: Wer den besten, zweitbesten und drittbesten Mitarbeitenden krönt, der produziert automatisch immer auch Verlierer:innen. Wir halten stattdessen viel von alternativen Kategorien: Wer war der Newcomer des Jahres? Wer hat die härteste Nuss geknackt? Den besten neuen Vorschlag gebracht? Wer ist am meisten über sich hinausgewachsen?

Baue einen Jahresrückblick ein

Ob mit einer Slideshow, einer persönlichen Rede oder spielerischen Elementen wie einem Quiz – der Jahresrückblick ist eines der wichtigsten Elemente einer Weihnachtsfeier. Natürlich darf er auch im Digitalen nicht fehlen. Symbolisch wird das Jahr mit einer Erinnerung an die besonderen Momente, erreichte Erfolge und Neue Mitarbeiter und einem positiven, zuversichtlichen Blick in die Zukunft abgeschlossen. Statt einer schnöden Power-Point-Folie eignet sich übrigens auch hier ein Digitales Whiteboard. Spielerisch wird es, wenn beispielsweise anfangs nur Fotos als Cluster vorliegen, und die Teilnehmer:innen dann raten müssen was darauf zu sehen ist. Oder mit Emojis ihren Erinnerungen Ausdruck verleihen. Oder oder oder…

Verschicke persönliche Weihnachtspakete

Eine sehr persönliche Note verleihen individuelle Päckchen.
Ein Glühweinset zum Selbermachen, eine handgeschriebene Karte, eine hochwertige Schokoladentafel oder eine schöne Spirituose – das gemeinsame Auspacken ist ein ganz besonderer Moment für alle Teilnehmenden. Auf diese Weise kommt nicht nur ein haptischer Moment in die digitale Weihnachtsfeiern. Der Inhalt des Weihnachtspakets kann auch der Ausgangspunkt für ein Hybrid-Erlebnis sein. Zum Beispiel, indem man hochwertige Stifte und Pergamentpapier beilegt. In 2er-Breakout-Sessions kann dann ein Teilnehmender die Gesichtszüge der anderen Person durch den Bildschirm abpausen. Dann nimmt man das Pergament wieder runter vom Monitor und malt drumherum Weihnachts- oder Neujahrswünsche in Form von Gegenständen, Tieren oder Pflanzen. Das fertige Kunstwerk wird abfotografiert, auf einem digitalen Whiteboard hochgeladen. Fertig ist die Gemäldegalerie, die alle Teilnehmenden gemeinsam bei einem virtuellen Rundgang bestaunen können!

Und, siehst du schon vor deinem inneren Auge, wie viel Freude und Verbindung eine digitale Feier bescheren kann? Wenn du einige dieser Tipps berücksichtigst, wird deine digitale Weihnachtsfeier oder dein Neujahrsempfang sicher ein unvergessliches Erlebnis, von dem du und deine Kolleg*innen noch lange erzählen. Solltest du dir Unterstützung bei Konzeption und Umsetzung wünschen, stehen die Kollegen vom D.Network gerne zur Seite. 

DU INTERESSIERST DICH FÜR EINE AUSBILDUNG ZUM DESIGN THINKING COACH?

Mit Design Thinking entwickelst Du in kürzester Zeit sofort umsetzbare Ideen für neue Business-Models, Dienstleistungen und Produkte. Keine langen Abstimmungsketten und Endlos-Meetings mehr, stattdessen kreatives Arbeiten im multidisziplinären Team. Bist Du bereit für den Change? Finde es heraus – in unserem kostenfreien Coaching Call mit einem erfahrenen Design Thinking Coach! 


Lösungen für komplexe Herausforderungen finden

Die beste Voraussetzung, um Design Thinking zu lernen, ist ein hohes Maß an Offenheit gegenüber neuen Ansätzen und Innovationen.

Als Design Thinking Coach berätst du Unternehmen darin, wie Sie Design Thinking für sich erfolgreich implementieren und umsetzen können. Du stellst multidisziplinäre Teams zusammen, die gemeinsam an innovativen Lösungsansätzen für komplexe Herausforderungen arbeiten. Wichtig: Im Fokus all deines Denkens und Handelns steht immer der spätere Anwender einer Dienstleistung oder eines Produkts.

Deine Perspektive als Design Thinking Coach

Internationale Konzerne wie SAP, Volkswagen und Microsoft arbeiten seit vielen Jahren mit Design Thinking. Inzwischen hat sich der Erfolg der innovativen Methoden herumgesprochen und auch mittelständische Unternehmen fragen Experten für Design Thinking immer stärker nach.

Unsere TÜV-zertifizierte Ausbildung qualifiziert dich umfassend für eine Tätigkeit als Design Thinking Coach – ob innerhalb eines Unternehmens oder als selbstständiger Berater.

Design Thinking Ausbildung für Mitarbeiter in Unternehmen und selbstständige Berater

Du suchst nach einer relativ sicheren Möglichkeit für eine Tätigkeit als selbstständiger Berater? Oder möchtest du in einem Unternehmen dabei helfen, Projekte methodisch-konzeptionell zu entwickeln? Du fragst dich, ob eine Ausbildung bei DesignThinkingCoach dafür das Richtige ist?

Dann können wir dir helfen! Lass dich ganz einfach in einem kostenfreien Coaching Call von einem unserer qualifizierten Design Thinking Coaches bei der Beantwortung dieser Frage unterstützen. Achtung: Unser Coaching Call ist kein „Verkaufsgespräch“. Stell ihn dir stattdessen wie ein Mini-Coaching am Telefon vor, bei dem du auch etwas über deine Stärken und Schwächen, Fähigkeiten und Talente erfahren wirst.

Du bist neugierig? Im nächsten Abschnitt erfährst du, welche Fragen uns häufig zu unserem Coaching Call gestellt werden (FAQ). Die FAQ helfen dir bei der Vorbereitung auf deine individuelle Beratung mit uns.

Design Thinking Coaching Call: Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Unser Coaching Call ist für alle gedacht, die spüren, dass sie die Welt verändern möchten! Erahre, wie du dein kreatives Potenzial mit einer Coaching Ausbildung zur vollen Enfaltung bringen und deinen innovativen Spirit in Unternehmen bringen kannst.

Wie erhalte ich einen Termin?

Im Coaching Call nehmen uns Zeit für dich und alle deine Themen. Beachte jedoch, dass es sich um ein kostenfreies Angebot handelt, für das wir nur begrenzt Kapazitäten zur Verfügung stellen können. Trotzdem versuchen wir, dir bestmöglich zur Seite zu stehen.

Einen Coachg-Call-Termin vereinbarst du am einfachsten mit uns, indem du hier einen passenden Termin einträgst!

Der Coaching Call hat zum einen bei mir bewirkt, dass ich meine diffuse Sehnsucht nach beruflicher Veränderung klarer und greifbarer formuliert habe. Zum anderen, und das war für mich sogar noch bedeutsamer (mein persönlicher Gewinn), habe ich mich verstanden und bestätigt gefühlt in meinem Wunsch, mich beruflich kreativer weiter zu entwickeln.

Ich weiß jetzt: Mein Wunsch ist kein Luxus, den ich mir aus dem Kopf schlagen sollte, sondern ein nachvollziehbares und lohnendes Ziel.

Den Coaching Call kann ich allen Menschen empfehlen, die auf der Suche nach einer beruflichen Veränderung sind und bereit sind, sich auf Neues einzulassen.

Melissa Vogel
Teilnehmerin des Method Lab

Was geschieht genau im Coaching Call?

Wir bieten dir ein 45-minütiges, persönliches Coachg, in dem es vor allem um dich gehen soll!

Stell dir den Call einfach vor, wie eine Visionsreise in deine Zukunft: Welches sind deine Wünsche und Bedürfnisse in Bezug auf das Thema Arbeit? Wie müsste zum Beispiel ein Arbeitsplatz gestaltet sein, der dich wirklich glücklich macht?

Nach dem Gespräch wirst du deutlich mehr Klarheit darüber haben, was du wirklich willst und wohin es dich eigentlich zieht im Leben. Ein Coaching Call ist also in jedem Fall eine wertvolle Unterstützung auf dem Weg zu deiner Veränderung. Er ist eine Erfahrung, die dir niemand mehr nehmen kann.

Wie kann ich mich am besten auf das Gespräch vorbereiten?

Mit dem Call wollen wir dir helfen herauszufinden, ob eine Ausbildung zum Design Thinking Coach für dich das Richtige ist. Du kannst uns helfen, indem du dir schon einmal alle Fragen im Vorfeld notierst, die dir in Bezug auf deine Ausbildung wichtig erscheinen. 

Ansonsten benötigst du nur einen Stift und einen Notizblock, um dir während des Gesprächs ein paar Notizen machen zu können.

Um wie viel schlauer bin ich nach dem Call?

Nach der Beratung hast du für dich klar ausgesprochen und aufgeschrieben, welche Wünsche du in Bezug auf dein Arbeitsleben eigentlich genau hast. Das kann sich im ersten Moment gruselig anfühlen, nämlich wenn dies etwas ist, wovor du früher vielleicht ein bisschen Angst hattest.

Nach einer Weile wirst du jedoch spüren, dass es ein entscheidender Anstoß für deine aktive Veränderung gewesen ist, dir alles einmal so genau wie möglich bewusst gemacht zu haben. Du verstehst nun viel besser, wie deine Bedenken und Ängste zusammenhängen und was genau zwischen dir und deinen Visionen steht.

Wo finde ich online weitere Infos zu den Ausbildungen?

Im Abschnitt Ausbildung haben wir alle relevanten Informationen für dich zusammengefasst. Für alle deine individuellen Fragen ist der Coaching Call am besten geeignet.

WIE DU MIT DIESEN 5 DESIGN THINKING SKILLS DAS NEUE ARBEITEN ROCKST

Home-Office, flexible Arbeitszeiten, eigenverantwortliches Arbeiten – die Corona-Krise hat innerhalb eines Jahres viele Aspekte des modernen und digitalen Arbeitens derart befeuert, dass es sich zum neuen „Normal“ entwickelt hat.

Zu Beginn dieser Artikel-Serie haben wir (metaphorisch) das Krisenmeer näher beleuchtet und welche VUCA-Phänomene die Arbeitswelt begleiten – mit der Betrachtung, dass ein Future Mindset die Lösung ist, um die Krise als Chance zu betrachten.

VUCA: “Volatility, Uncertainty, Complexity, Ambiguity”

Als Seefahrer auf dem Krisenmeer ist das „Cynefin Framework” der Kompass, welcher Orientierung bietet bei der Kategorisierung von Problemenen, die wiederum den Entscheidungsprozess in agilen Teams erleichtern.

Doch welche konkreten Design Thinking Skills benötigst du, um die Challenges der VUCA-Welt auf dem Krisenmeer zu meistern? In diesem Artikel stellen wir dir 5 Top-Fähigkeiten vor, die du allesamt im Rahmen einer Design Thinking Weiterbildung lernen kannst.

In diesem Artikel erfährst du:

1. Warum die Design Thinking Skills zukunftsweisend sind
2. Die 5 wichtigsten Design Thinking Skills

#1 multidisziplinäre Teamarbeit
#2 Learning Mindset
#3 Unsicherheit kultivieren
#4 Experimentieren
#5 Empathie

3. Fazit: die Design Thinking Coach Ausbildung beinhaltet die wichtigsten Skills für die Zukunft der Arbeit


1. Warum die Design Thinking Skills zukunftsweisend sind

Design Thinking beschreibt eine Denkweise bzw. ein Methoden-Toolset, welches seine Ursprünge im Silicon Valley hat und heute aus zahlreichen erfolgreichen Unternehmen nicht mehr wegzudenken ist. Erfahre hier, welche Aspekte die Methode beinhaltet und welche Prozessschritte Design Thinking umfasst.

Das World Economic Forum hat die Top 10 Skills 2025 für die Arbeitswelt erfasst.
8 von 10 dieser Skills sind Soft Skills und jede einzelne von ihnen wird im Design Thinking trainiert. Nur zwei Skills beziehen sich auf Technik (1: Technology Use, Monitoring & Control, 2: Technology Design & Programming).

Fragst du dich also, welche neue Fähigkeit dich fit macht für den Arbeitsmarkt der Zukunft und warst bisher der Überzeugung, dass dich alleine Tech und Programmieren weiterbringen?

Falsch gedacht: Alle technischen Skills bringen nichts, wenn du dich nicht in die Bedürfnisse und Wünsche sowie die Denkweise deiner Kunden einfühlen kannst. In diesem Artikel lernst du die fünf wichtigsten Design Thinking Soft Skills kennen, die ebenso Bestandteil unserer Design Thinking Coach Ausbildung sind.

2. Die 5 wichtigsten Design Thinking Skills

Kommen wir nun zu den 5 Design Thinking Skills, mit denen du die VUCA-Welt rockst. Alle diese Fähigkeiten tragen in der Summe dazu bei, dass deine Innovationsmuskeln gestärkt werden.

Skill #1: multidisziplinäre Teamarbeit

Ein wichtiger Bestandteil der Design Thinking Coach Ausbildung ist ein multidisziplinäres Team, welches Problemstellungen aus verschiedenen Perspektiven betrachtet. Die Fähigkeit, in diversen oder multidisziplinären Teams zu arbeiten, erfordert a) das Lösen komplexer Problemstellungen und b) Führen und sozialen Einfluss.

Um zu verstehen, was „komplexes Problemlösen“ überhaupt bedeutet, lohnt sich ein Abtauchen in die Psychologie.

Die Interaktion zwischen den Problemlösenden und den situationsbedingten Anforderungen an eine Aufgabe, die es zu lösen gilt, beinhaltet ebenso die kognitiven, emotionalen, persönlichen und sozialen Fähigkeiten, sowie das Wissen des Teams. (Frensch und Funke, frei übersetzt)

Nach Frensch und Funke gibt es sowohl kognitive als auch nicht-kognitive Aspekte, die zur Problemlösung beitragen. Gedächtnisinhalte, wie Allgemeinwissen oder themenspezifisches Wissen; dynamische Aspekte wie die Art der Strategie, des Monitorings und der Bewertung von Problemstellungen gehören zu den kognitiven Aspekten. Nicht-kognitive Aspekte beinhalten zum Beispiel die Motivation und die Ausdauer der Problemlösenden.

Natürlich gibt es ebenso Aspekte, die das Umfeld und das gegebene System betreffen. Sind alle Ressourcen zur Problemlösung vorhanden? Gibt es Barrieren zwischen der Problemstellung und Lösung sowie Mittel zur Überwindung dieser Barrieren?

Nicht immer lassen sich die Faktoren im Außen beeinflussen.

Ein multidisziplinäres Team hat jedoch das Potenzial, vorhandenes Wissen zu bündeln, strategische Expertise zu vereinen und sich gegenseitig aufzubauen und zu stärken.

Kommen wir zum zweiten Design Thinking Soft Skill, der in multidisziplinären Teams gefördert wird: Leadership und sozialer Einfluss.

Was ist überhaupt ein Leader?

Leader sind in der Lage, andere mit ihrer Vision zu inspirieren und zu motivieren. Leadership geht also weit über das deutsche Wort Führung oder Mitarbeiterführung hinaus. Denn es impliziert auch die Begeisterungsfähigkeit, die Gruppen zusammenhält und sie schließlich ihre Ziele erreichen lässt. Leader bauen Beziehungen zu anderen auf und haben dadurch sozialen Einfluss.

Zudem haben sie die Fähigkeit, andere anzuleiten und Gelerntes weiterzugeben, sodass andere Teamer sich ebenso zum Leader entwickeln können.

Skills, die du bei der multidisziplinären Teamarbeit in der Design Thinking Coach Ausbildung entwickelst:

Skill #2: Learning Mindset

Wer einmal einen Design Thinking Prozess durchlaufen hat, erkennt schnell, dass es so etwas wie Scheitern gar nicht gibt. Denn durch kontinuierliches Lernen entstehen neue Verknüpfungen, die wiederum als Chance begriffen werden können. Neue Iterationsschleifen tragen zudem dazu bei, die Kundenbedürfnisse noch besser zu verstehen und Schlussfolgerungen zu ziehen, die letztendlich zum Erfolg führen können.

Der Design Thinker fordert dazu heraus, Niederlagen als Chance zu begreifen und aus ihnen zu lernen. Denn: Aktives Lernen und Lernstrategien sind weitere Skills der Zukunft.

Aktives Lernen“ bedeutet in erster Linie, sich eigenverantwortlich und auf verschiedene Arten mit dem Stoff oder einem Lernfeld auseinanderzusetzen. Anders als in der Schule, die häufig auf passives auswendig Lernen setzt, erfordert der Design Thinking Prozess, in Teamzusammenarbeit neue Erkenntnisse zu verarbeiten und diese zu nutzen. Dazu werden passende Lernstrategien bzw. ein entsprechendes Learning Mindset benötigt.

Es gibt unzählige Lernstrategien, hervorzuheben sind besonders im Design Thinking aber: die Ressourcenstrategie und die Kooperationsstrategie. Beispielsweise sammeln Design Thinker ihr Wissen zu einer Definition oder Erfahrung auf einem Board – dazu ist innerhalb des Teams Kooperation notwendig. „Nach außen”  benötigen die Design Thinker die Fähigkeit, Testkunden für ihre Interviews zu akquirieren, die richtigen Fragen zu stellen und die gesammelten Informationen zu bündeln und die richtigen Schlussfolgerungen zu ziehen. 

Skills, die du durch die Entwicklung eines Learning Mindset in der Design Thinking Coach Ausbildung aufbaust:

Skill #3: Unsicherheit kultivieren

Eine Welt, die immer ungewisser wird, verunsichert sehr viele Menschen. Im Innovationsprozess einer Design Thinking Challenge sind Mitwirkende einer Art „weißen Wand” ausgesetzt. Man weiß nicht, was die Zukunft bringt und agiert in einem leeren Raum.

In der Fachwelt wird die Fähigkeit, mehrere Deutungen zuzulassen, als Ambiguitätstoleranz bezeichnet, übersetzt bedeutet es Doppelbödigkeit oder Mehrdeutigkeit. Forscher verbinden Ambiguität oft mit dem Wort Risiko, tatsächlich sind die Begriffe aber nicht identisch. Risiko bedeutet, dass die Wahrscheinlichkeit des Eintretens eines Ereignisses bekannt ist. Ambiguität heißt, dass das Wissen über die Chancen eines Risikos nicht bekannt sind.

Im Design Thinking Prozess ist bis zur Testphase nicht klar, ob das Team eine Lösung entwickelt hat, die die Zielgruppe wirklich bereichert. Erst in der Testphase und mit dem Feedback von außen löst sich diese Frage. Die Design Thinker müssen demzufolge aushalten, nicht zu wissen, ob die Lösung angenommen wird, ob es ein Erfolg wird oder dass nicht nur ein Weg der Richtige sein muss.

Design Thinker werden zunehmend Stress-toleranter, weil Ambiguität die Natur von komplexen Problemstellungen darstellt und somit mit der Zeit eine Anpassung an diese Gegebenheiten stattfindet. Zudem entwickeln Design Thinker die Fähigkeit, sich im Zweifelsfall auf die Iteration zu beziehen, neue Lösungen zu entwicklen und diese einfach erneut zu testen.

Skills, die du durch das Ertragen unsicherer Situationen in der Design Thinking Coach Ausbildung aufbaust:

Skill #4: Experimentieren

Ein Kind spielt im Sandkasten und bäckt mit seiner Vorstellungskraft einen Himbeer-Blaubeer-Kuchen, der in Wahrheit nur aus Sand und Dreck besteht. Wenn wir Kinder sind, erfreuen wir uns an diesem Prozedere und bekommen sogar Beifall von Erwachsenen. Als Erwachsene jedoch rückt Spielen und Imaginationskraft zunehmend in den Hintergrund.

Die meisten Menschen berufen sich mehr auf ihre analytischen Fähigkeiten und ihren Sinn für Realität. So banal es klingt, gerade im Design Thinking dürfen Menschen wieder anfangen zu spielen – sie können dabei nichts falsch machen. Fehler sind im Design Thinking Erkenntnisse, die im besten Fall sogar zu Durchbrüchen führen können.

In einer Arbeitswelt, die immer noch sehr stark auf Perfektionismus und dem Credo „Bloß nicht blamieren” fußt, kann die Erfahrung eines Design Thinking Workshops regelrecht beflügelnd sein. Tatsächlich ist übertriebener Perfektionismus sogar ein Karrierekiller und hilft in der VUCA-Welt nicht, um als Unternehmen wettbewerbsfähig zu bleiben.

Design Thinker entwickeln Kreativität, Originalität und ergreifen die Initiative, wenn sie sich voll und ganz auf die Erfahrung einlassen.

Experimentieren ist also die Fähigkeit, neue Ideen spielerisch zu erforschen, ohne dabei bereits perfekt sein zu wollen.

Skills, die du durch Experimentieren in der Design Thinking Coach Ausbildung aufbaust:

Skill #5: Empathie

Die Fähigkeit zur Empathie, also sich empathisch in andere Menschen hineinversetzen zu können, ist längst nicht als Weichspüler zu verstehen, um Menschen ein positives Gefühl zu geben – es geht um viel mehr.

Tatsächlich ist es aus neurobiologischer Sicht wissenschaftlich erwiesen, dass das volle Aufblühen von Engagement erst durch Vertrauen, Zugehörigkeit und Nähe entsteht. Die Bereitschaft zum Mitgestalten und Wachsen steigt, wenn sich Menschen empathisch verhalten.

Kann man Empathie lernen? Ja! Gerade im Design Thinking Prozess gibt es vielfältige Möglichkeiten, Empathie zu entwickeln, zum Beispiel durch aktives Zuhören und die Entwicklung von Verständnis für die Sichtweise eines Testprobanden.

Zudem hat ein Design Thinker auch die Möglichkeit, sich selbst im Laufe des Prozesses besser kennenzulernen: Wie reagiere ich in welchen Situationen und welche Gefühle stecken dahinter? Letztendlich kann die aktive Auseinandersetzung mit sich selbst ebenso dazu führen, mit anderen Menschen empathischer umzugehen.

Fakt ist: Aus einer Vielfalt von Führungskompetenzen sticht Empathie hervor, denn sie bewegt Menschen zum Handeln.

„Fakten bringen zum Denken, Emotionen bringen zum Handeln“

Empathie ist die Fähigkeit, Bedürfnisse in anderen Menschen zu erkennen und zu fühlen. Skills, die du dadurch in der Design Thinking Coach Ausbildung aufbaust:

3. Fazit: die Design Thinking Coach Ausbildung beinhaltet die wichtigsten Skills für die Zukunft der Arbeit

Die wichtigste Fähigkeit für die Zukunft der Arbeit? Design Thinking!  Und um das Design Thinking Mindset in Unternehmen auszubreiten, bietet sich unsere Design Thinking Coach Ausbildung an.

Wir als Design Thinking Team sind auf die neuen Bedingungen eingegangen und haben unsere Design Thinking Weiterbildung als tribrides Ausbildungsmodell weiterentwickelt: Es umfasst analoge und digitale Module sowie eine Lernplattform für Selbstlerninhalte.

Mit der abgeschlossenen Design Thinking Coach Ausbildung bist du Botschafter und Experte der New Work. Du vermittelst Teams das Erlernen agiler Strategien, um Problemstellungen anzugehen, mit dem Nebeneffekt, dass die in diesem Artikel angesprochenen Design Thinking Soft Skills entwickelt werden. Du begleitest Teams dabei, innovative Lösungen mit Blick auf die Zukunft zu entwickeln.

Last but not least, entstehen durch deine Unterstützung bessere Unternehmensstrukturen, die Unternehmen für eine volatile und ungewisse Zukunft wappnen.

Werde jetzt Wegbereiter für die Innovationskultur deines Unternehmens und starte deine Design Thinking Coach Ausbildung!

Autorin: Melissa Otto

WIE DIR DAS CYNEFIN FRAMEWORK HILFT, DICH IN DER VUCA WELT ZU ORIENTIEREN

The struggle is real: Ein chaotischer, kaum zu überblickender Haufen Projekte, To-dos und Aufgaben häuft sich vor dir auf dem Tisch und dir ist unklar, wie du das alles bewältigen bzw welche Lösungsstrategien du anwenden solltest. Heutzutage, in einer VUCA Welt  ist es mehr denn je gefragt, sich selbst Orientierung zu schaffen, um komplexes Arbeiten zu bewältigen.

Daher möchte ich dich, lieber Leser, auf eine Reise mitnehmen. Eine Reise, bei der du lernst, einen Orientierungskompass für die Bewältigung deiner Problemstellungen in der VUCA Welt anzuwenden. Und dabei ist es egal, ob du Angestellter, Führungskraft, Freelancer oder Unternehmer bist. Denn: die New Work, die von Digitalisierung und Globalisierung massiv vorangetrieben wird, betrifft uns alle.

Halt, Stopp – New Work, Old Work: Was bedeutet das eigentlich im Kern?


New Work Definition: EXKURS zu den Ursprüngen

Frithjof Bergmann, Sozialphilosoph, besuchte in den Jahren 1976 bis 1979 die Ostblockländer. Er bereiste verfallene Städte, sah eine im großen Stil zerstörte Umwelt sowie eine Wirtschaftswelt, die schwach und abgewrackt war. Der Sozialismus, der auf idealistischen Werten wie Gleichheit, Gerechtigkeit und Solidarität beruhte, hatte versagt.

Die „Old Work“, begleitet von starren Arbeitszeit- und Arbeitsortmodellen sowie rigiden Denkweisen, hatte ausgedient. Aber auch der Kapitalismus bediente sich an starren Arbeitsmodellen, die nicht mehr zeitgemäß waren.

In der Konsequenz beschloss Frithjof Bergmann, der heute als Begründer der New Work gilt, ein zukunftsfähiges Modell zu entwickeln, dass nicht nur den Menschen in den Mittelpunkt stellt, sondern auch dem Paradigmenwechsel von einer Industrie- zu einer Wissens- und Informationsgesellschaft standhält.

„Das Ziel der neuen Arbeit besteht nicht darin, Menschen von ihrer Arbeit zu befreien, sondern die Arbeit so zu transformieren, damit sie freie, selbstbestimmte, menschliche Wesen hervorbringt.“

– Frithjof Bergmann

Entscheidende Entwicklungen wie die Globalisierung, die Digitalisierung und der demografische Wandel sind die Basis der Beobachtungen Friedmanns. Heute verstehen wir unter New Work einen Sammelbegriff, unter dem sämtliche neue Arbeitsformen wie Freelancing, das Arbeiten in Coworking Spaces und flexible Arbeitszeitmodelle sowie neue Denkweisen, wie das Future Mindset  zu verstehen sind.

Hinter der New Work Definition stecken zudem die Werte Freiheit, Selbständigkeit und Teilhabe an der Gemeinschaft.

Und hier kommt der Knackpunkt: wenn Arbeit nicht mehr an Orte, feste Teams, Unternehmen und Zeiten gebunden ist, wird es auch unglaublich komplex. So kommen wir erneut bei deinem chaotischen Aufgabenstapel und der Fragestellung an, welche Methode die beste für ein Problem, Thema oder System ist, um eine Lösungsstrategie zu entwickeln.

In diesem Artikel erfährst du:

Aufgabe:

Bevor wir tiefer einsteigen in die Details des Cynefin Frameworks, nimm dir ein Blatt Papier und schreibe dir 10-20 aktuelle To-dos auf.

New Work Definition: EXKURS zu den Ursprüngen

Das von Dave Snowden entwickelte Cynefin Framework, dessen Begriff „Cynefin” aus dem Walisischen kommt und soviel wie „Lebensraum” bedeutet, stützt sich auf verschiedene wissenschaftliche Disziplinen wie Anthropologie, Kognitionswissenschaften und evolutionäre Psychologie. Das Ziel? Die evolutionäre Natur von Systemen zu verdeutlichen und somit Systeme typologisch einzuordnen.

Das klingt zunächst recht theoretisch, doch in der Praxis hilft es uns, in Entscheidungsprozessen ein gewähltes System oder Problem  in die richtige Kategorie einzuordnen und somit den Entscheidungsprozess zu vereinfachen.

Ziel ist es, eine Problemstellung immer simpler zu bearbeiten, sodass diese vom Chaos hin zur Einfachheit gelangt.

Kommen wir also zu den Kategorien des Cynefin Frameworks:

Die 5 Felder Kategorien: einfachkompliziertkomplexchaotischungewiss.

Kategorie „einfach“

In dieser Kategorie sind Ziel und Weg klar definiert sowie bereits bekannt. Es liegen „Best Practices“ vor und somit werden keine Expertenmeinungen gebraucht, um eine Entscheidung zu treffen. Es liegt ein „Wenn-Dann-Prinzip“ vor, sodass die Person, die das Problem vor sich hat, gewohnte Routinen und Prozesse „abarbeiten“ kann. Folgende Vorgehensweise ist im Bereich „einfache Kategorie“ definiert: 

  1. Erkenne (das System, die Problemstellung)
  2. Beurteile (welcher Lösungsvorgang zur Ursache der Problemstellung gehört)
  3. Reagiere (bearbeite den bereits vorliegenden Prozess, um ein Resultat zu erhalten).

Gerne gebe ich dir ein sehr einfaches, fiktives Beispiel: Ich bin Mitarbeiterin in einem Servicecenter für Mobiltelefone und erhalte eine E-Mail eines Kunden, der seinen Vertrag verlängern möchte. Ich erkenne das Problem und beschließe, eine Vertragsverlängerung einzusteuern (Beurteile). Der Kunde erhält nach Bearbeitung eine E-Mail mit Bestätigung der Verlängerung und dem angepassten Vertrag. (Reagiere).

Kategorie „kompliziert“

In diesem Feld gibt wiederholt ein „Ursache-Wirkung-Prinzip“ und erneut liegt ein klares Ziel vor. Eine Vielzahl an Variablen sorgt jedoch im System dafür, dass Zusammenhänge nicht linear sind und es mehrere Möglichkeiten gibt, um eine Lösung zu entwickeln. Hier spielt die Rolle eines Experten eine wichtige Rolle.

Das Expertenwissen gebündelt mit Erfahrungswissen, das in einem Team aus Experten und Nicht-Experten zusammen fließt, bildet die ideale Grundlage dafür. Wichtig ist dabei, neben der Problemstellung auch die Zusammenhänge fokussiert zu analysieren, um zu einer Lösung zu kommen, die am nächsten liegt – der, laut Snowden, sogenannte “Good Practice”.

  1. Erkennen (das System, die Problemstellung)
  2. Analysieren (das System und dessen Zusammenhänge)
  3. Reagieren (entscheide dich für den Lösungsvorgang, der am ehesten der Problemstellung entspricht)

Kategorie „komplex“

Das Feld „komplex“ umschreibt die Herausforderung, dass nun gleich mehrere Ziele vorliegen und unterschiedliche Wege möglich sind. Die Zahl der Variablen ist nun jedoch soweit gestiegen, dass eine analytische Vorgehensweise wie im Feld “kompliziert” nicht mehr möglich ist. Wie Ursache und Wirkung zusammenhängen, zeigt sich erst nach einem „Trial & Error Prozess“, der im Ergebnis zeigt, ob eine Entscheidung gut oder schlecht war.

Hilfreich ist bei komplexen Problemstellungen, Ergebnisse zu protokollieren, Prozesse nachzujustieren und es, so banal es klingt, erneut zu testen. Für eine komplexe Problemstellung bietet sich ein Team an, das unterschiedlichste Perspektiven, Erfahrungen und Expertise mitbringt. Somit wird das komplexe System Stück für Stück erforscht und der Entscheidungsprozess kontinuierlich verbessert. Snowden nennt diesen Prozess „Emergent Practice“, die aufstrebende Vorgehensweise.

Die Bewältigung komplexer Problemstellungen kann zum Beispiel im Rahmen einer Design Thinking Challenge erfolgen. Die Ausgangssituation dieser Challenge ist es, eine Frage oder Hypothese zu formulieren, die sich dann ein multidisziplinäres Team vornimmt, um gemeinsam das Problem zu analysieren, einen Prototyp zu entwickeln und diesen zu testen sowie ggf. anpassen.

Das Vorgehen:

  1. Ausprobieren (Strategie testen und Daten protokollieren)
  2. Erkennen (Ergebnisse auswerten)
  3. Reagieren (implementieren oder nachjustieren)

„Ein multidisziplinäres Team bringt unterschiedliche Perspektiven, Erfahrungen und Expertise mit, das kann bei der Bewältigung eines komplexen Problems hilfreich sein.“

Kategorie „chaotisch“

In diesem Feld im Cynefin Framework sind Wege und Ziele nicht bekannt, sodass weder eine Problemstellung analysiert noch eine Vorgehensweise getestet werden kann. Das Ursache-Wirkung-Prinzip ist in diesem Fall ausgesetzt, weil sich die Zusammenhänge ständig verändern und somit keine Vorgehensweise festgelegt werden kann.  

Es erfordert viel Erfahrung und Intuition, um eine chaotische Problemstellung zu bewältigen. Chaotisch heißt: Notfall! Stell dir einen Unfall oder eine Naturkatastrophe vor, hier ist es unumgänglich zuerst zu handeln, also die Verletzten zu bergen und zu verarzten. 

Mit dem direkten Handeln soll eine Stabilisierung der Situation ermöglicht werden, sodass die Verschiebung der Problemstellung in das komplizierte oder komplexe Feld bewirkt wird. 

Sobald also die Verwundeten verarztet sind und die Menschen geborgen, kann sich das Notfall-Team einem oder mehreren Zielen widmen, zum Beispiel dem Räumen der Fahrbahn von Crash-Fahrzeugen oder umgestürzten Bäumen.

Quelle: unsplash

Kategorie „ungewiss“

Wenn eine Problemstellung keinem der Felder im Cynefin Framework zugeordnet werden kann, fällt es in die Kategorie „ungewiss“. Unklar bedeutet in diesem Zusammenhang, dass es nicht genug Informationen gibt für die Zuordnung. Dies wäre zum Beispiel der Fall, wenn eine von dir notierte Aufgabe weder ein Notfall ist noch eine Zielsetzung bzw. klare Ursache besteht. 

Übung:

Nimm dir nun deine anfangs erstellte To-do-Liste wieder zur Hand. Kannst du nun Muster erkennen in der Problemstellung und diese klar einer definierten Kategorie zuordnen oder sind diese unklar? Notiere dir neben deinen To-dos das Feld, was am ehesten zu deiner Problemstellung passt.

Cynefin Framework: wann die Design Thinking Methode sinnvoll zur Bearbeitung deiner Problemstellung ist.

Besonders Projekte, deren Anforderungen zu Beginn nicht klar definiert sind und sich auch im Laufe des Projekts ändern können, eignen sich, um das Cynefin Framework anzuwenden (Agile Unternehmensstrukturen).

Die Methode „Scrum“ unterstützt Projektmitarbeiter darin, Prozesse besser zu strukturieren und zu vereinfachen – sie eignet sich also bei komplexen und komplizierten Problemstellungen. Ist das Ziel aber insbesondere, Abläufe oder Systeme innovativer zu gestalten, bieten sich die New Work Methoden Design Thinking beziehungsweise Prototyping an.

Im Laufe des iterativen Prozesses eignet sich das Projektteam kontinuierlich einen neuen Erfahrungsschatz an – somit eignet sich Design Thinking, insbesondere bei komplexen oder chaotischen Problemstellungen.

Im Rahmen des Design Thinking Prozesses werden Daten gesammelt, zum Beispiel von Kunden aus der Zielgruppe. Die Problemstellung wird noch genauer betrachtet. Erst durch diesen Prozess ist es möglich, das System zum komplexen, zum komplizierten und schließlich zum einfachen Feld „zu schieben“. Auf diese Weise wird das System planbarer und schließlich auch wirtschaftlicher.

Fazit zum Cynefin Framework: vom Chaos zur Einfachheit

Das Cynefin Framework bietet die Möglichkeit, Aufgaben, Projekte, Systeme oder Problemstellungen zu kategorisieren und somit eine Unterstützung zur Orientierung in der VUCA Welt zu bieten. Es ist also ein Werkzeug, um das Schiff, das auf dem offenen Meer schwimmt, zu navigieren.

Das bedeutet aber nicht, dass jede Situation anhand des Modells erklärt werden kann. Viele Probleme sind mehrschichtig, ineinander verknäuelt und die Variablen volatil.

Stattdessen können sich alle Beteiligten eines Projekts erste, gemeinsame Orientierung verschaffen und die Grundlage für eine effektive Zusammenarbeit etablieren – einen großen Schritt weiter zur Bewältigung deines chaotischen Aufgabenstapels hin zu Struktur, Vereinfachung oder eben Innovation.

Bei der Lösung komplexer oder komplizierter Problemlösungen eignen sich New Work Methoden wie das Design Thinking – informiere dich noch heute über unsere Ausbildung zum Design Thinking Coach und werde fit für die Arbeit der Zukunft!

Autorin: Melissa Otto

MIT DIESEN VERÄNDERUNGEN GESTALTEST DU ARBEIT INSPIRIEREND UND NACHHALTIG

Ein Blick auf die traditionelle Arbeitswelt zeigt es: Organisationen sind festgefahren in ihren vorgegebenen Strukturen und Lösungswegen. Zwischen den Mitarbeitern herrscht kein gutes Klima. Unternehmen sind oft Agenda-getrieben, alles ist nur auf Leistung getrimmt und der Einzelne ist oft überarbeitet. Das macht nicht nur unzufrieden, sondern auch die Arbeit sehr ineffizient. Es fehlt einfach an Inspiration, Kreativität und Nachhaltigkeit. Es ist längst Zeit für eine Veränderung. Aber wie? Wo soll man ansetzen?


Stell dir einmal Folgendes vor: Du hast nun endlich den Job, auf den du viele Jahre hingearbeitet hast. Einen Job, der zu deinen Interessen und Fähigkeiten passt. Endlich kannst du dich neuen Herausforderungen stellen und dich in dem was du gut kannst und was dir Spaß macht weiter ausprobieren. Es ist Zeit dein gesamtes Potenzial zu entfalten und auszuschöpfen, denkst du. 

Es ist Zeit dein gesamtes Potenzial zu entfalten und auszuschöpfen!

Doch in der Realität sieht das auf einmal ganz anders aus. Schnell entwickelst du deine Routine und passt dich den festen Strukturen an. Du hast deine festen Aufgaben, für jedes Problem gibt es eine vorgeschriebene Lösung und jeder Tag gleicht dem anderen. Du bist gelangweilt und unzufrieden.

Du hast schon gar keine Lust mehr auf deine Kollegen, weil ihr ständig wegen der gleichen Sachen aneinander geratet. Missverständnisse, unausgesprochene Konflikte, Streiterei – all das belastet dich und unterdrückt deine Kreativität. Über Emotionen wird nicht gesprochen, sondern sie werden einfach beiseitegeschoben. Dass das sehr frustrierend sein kann, verspürten auch Anna Kadar und Michael Heider.

Michael kommt aus dem Innovationsmanagement und hat bereits Erfahrung in der Unternehmensgründung. Zu einem Zeitpunkt kam in ihm der Wunsch auf, etwas zu verändern. Er wollte das was er bisher gemacht hatte einfach nochmal anders versuchen. Gemeinsam verwirklichen Michael und Anna diesen Wunsch mit der Arbeit bei ihrem zusammen gegründeten Unternehmen „Emotional“.

Anna über Michael: „Was Michael in die Arbeit mitbringt, ist der Mut groß zu denken. Visionen dafür, was möglich wäre, was anders sein könnte und was man dazu beitragen könnte, um in der Gesellschaft etwas zu verändern. Und das mit einer unglaublichen Begeisterungsfähigkeit und einem Blick dafür, die Arbeit präzise anzugehen.“

Anna hat ihre Hintergründe in der akademischen Arbeit. Auch ihr ist der Wunsch Menschen und Strukturen zu verändern ein Anliegen. Auf der Suche nach dieser Veränderung lernte sie Michael kennen. Als Achtsamkeitscoach, Yogalehrerin und Trainerin für gewaltfreie Kommunikation bringt auch sie unentbehrliche Erfahrungen mit in die gemeinsame Arbeit ein:

Michael über Anna: „Da wo ich den Körper übersehen würde, bringt Anna den Körper mit ein. Sie ist nochmal bewusster und losgelöster von diesem ganzen Mainstream, Business-Drive und Geld verdienen. Anna konzentriert sich mehr auf die Praxis und die Sache verbunden mit Wellbeing und der Frage, was gerade bezogen auf den Körper das Richtige ist.“

Trotz unterschiedlicher Hintergründe teilen beide eine Vision: Sie wollen mit Emotional inspirierende Organisationen schaffen und Arbeit kreativer, innovativer und nachhaltiger machen. Doch woher kam der Wunsch nach Veränderung eigentlich genau? Wir haben sie im Interview gefragt:

Woher kam bei euch der Wunsch etwas verändern zu wollen?

Anna: „Dieser Wunsch basiert auf meinen Erfahrungen aus der regulären Arbeitswelt. Die Art und Weise wie wir als Menschen zusammenarbeiten und zusammenkommen kann sehr belastend sein. Die Tatsache, dass wir uns viel mehr mit Missverständnissen, unausgesprochenen Konflikten und Lästereien beschäftigen, als mit dem Ausleben unserer Ideen und Kreativität hat mich sehr traurig gestimmt. Diese Kommunikationskultur, die wir grundsätzlich leben und die Organisationsstrukturen, die das unterstützen ist etwas wovon ich mich abwenden möchte.“

Die Art und Weise wie wir als Menschen zusammenarbeiten und zusammenkommen kann sehr belastend sein. 

Michael: „Ich habe nach meiner Schulzeit beim Start eines gemeinnützigen Unternehmens mitgeholfen und mich dabei ziemlich verausgabt. Deshalb habe ich mir die Frage gestellt: Wie kann man Arbeit nachhaltiger gestalten? Wie erreicht man es, diese Nachhaltigkeit nicht nur zu predigen, sondern auch selber zu praktizieren?“

„Außerdem habe ich begonnen über den Tellerrand hinauszusehen und gemerkt, dass Arbeit außerhalb der Start-up Szene nicht sehr kreativ oder innovativ ist. Dahingehend hilft es, ein Bewusstsein dafür zu schaffen, dass innere Konflikte und Regungen aus einem Grund da sind. Diese sollten nicht klein gehalten werden, sondern hinter diesen Regungen können gute Konzepte und Ideen stecken. Dafür wollte ich Platz schaffen und daher kam der Wunsch nach Veränderung.“

Erkennst du dich wieder? Schlummert auch in dir der Wunsch endlich die Veränderung, die schon so lange nötig ist anzupacken? Anna und Michael zeigen mit Emotional, dass es auch anders geht und sie haben es vorgemacht. Aber worin liegt überhaupt der Schlüssel zum Erfolg?

Wie setzt ihr diese Veränderung mit Emotional um?

Michael: „Bei Emotional arbeiten wir viel mit intrinsischer Motivation. Wir gehen nicht nur rational an die Sachen heran, sondern betrachten alles auch in Verbindung mit dem Körper. Veränderung beginnt innen. Deshalb setzen wir da an, wo sich bei den Menschen etwas regt: Zum Beispiel echte Freude oder auch echte Wut.“

Wir gehen nicht nur rational an die Sachen heran, sondern betrachten alles in Verbindung mit dem Körper.

Anna: „Die kulturelle Veränderung, zu der wir mit Emotional beitragen wollen, schließt auch mit ein, dass wir von dem Gedanken wegkommen, dass Emotionen etwas Schlechtes sind oder nicht da sein dürfen in der Arbeitswelt. Denn eigentlich sind Emotionen Treiber von vielerlei Dingen. Aber vor allem auch von zwischenmenschlichen Beziehungen, Kreativität und Innovation.“

Neben der rationalen Ebene und logischem Denken vernachlässigen wir Emotionen leider oft oder verdrängen sie sogar mit Absicht, weil wir im Berufsalltag denken sie gehört hier nicht hin. Dabei sind sie wie wir gehört haben sogar ganz ausschlaggebend für die gewollte Veränderung. Doch was noch? Ein weiterer Schlüssel für die Arbeit bei Emotional lautet „Connection before Content“. Doch was ist damit genau gemeint?

Was kann ich konkret in meiner Organisation verändern?

Michael: „Ich erlebe gerade in einem größeren Unternehmen, dass dort vieles Agenda-getrieben ist. Es gibt kaum Raum, Verbindungen zu schaffen, höchstens mal in der Mittagspause. Aber selbst da setzt sich nicht mit neuen Leuten zusammen, lernt sich kennen oder klärt wer was lernen möchte. Ich schäme mich sogar manchmal, wenn ich in der Arbeitszeit versuche jemand Neuen kennenzulernen. Genau das schadet aber jeglicher Potenzialentfaltung und Innovation. Erst durch das Zusammenkommen verschiedener Perspektiven und Persönlichkeiten entsteht etwas Neues.“

Erst durch das Zusammenkommen verschiedener Perspektiven und Persönlichkeiten entsteht etwas Neues.

Anna: „Basierend auf meiner letzten Erfahrung kann ich dazu sagen, dass es wichtig ist ein Bewusstsein dafür zu entwickeln, dass es nicht die eine Lösung und die eine Antwort gibt, die wir in der Organisation dann händeringend vorschreiben. Es gibt keine Schablone, die man auflegen kann. Man muss vielmehr einen individuellen Ansatz finden und herausfinden was zu einem passt.“

Es gibt nicht die eine Lösung und die eine Antwort, vielmehr muss man einen individuellen Ansatz finden.

Fassen wir zusammen: Sowohl Emotionen als auch Beziehungen sind von zentraler Bedeutung wenn es darum geht, Arbeit in Richtung Kreativität, Innovation und Nachhaltigkeit zu verändern. Doch wie kann man das nun auch als Person konkret sowohl im Berufs-, als auch Privatleben umsetzen?

Wie setzt ihr diese Veränderungen in eurem eigenen Leben um?

Anna: „Immer wenn ich irgendwo hinkomme oder jemanden treffe, ob privat oder beruflich, nehme ich mir immer Zeit um anzukommen. Außerdem nehme ich mir Zeit für die Übergänge und setze Termine nicht ganz nahe hintereinander an. Ich schaffe Raum um von einem Ort oder einer Person zur anderen zu kommen. Das ist zwar eigentlich total simpel, aber hat einen großen Effekt. Denn so bin ich überhaupt erst bereit für eine neue Konversation oder ein neues Meeting.“

Ich nehme mir immer Zeit anzukommen und Zeit für die Übergänge zwischen Verabredungen.

Michael: „Bei jeglicher Art von Zusammenarbeit geht es nur zum kleinen Teil um den Inhalt und zum Großteil um Beziehungen. Ich ertappe mich zum Beispiel in einem Teamgefüge manchmal dabei argumentieren zu wollen, meine Ideen vorbringen zu wollen und dann im positiven Sinne zu streiten.

Dann übersieht man schnell, dass man selber ganz lange geredet hat aber zwei andere vielleicht noch gar nichts gesagt haben. Also überprüfe ich immer wieder: Wie sind die Redeanteile verteilt, wie ist die Körpersprache der anderen. Dabei geht es dann darum nicht aus Angst wegzuschauen, sondern eher mal bewusst hinzuschauen und vielleicht auch mal zu fragen: Was denkst du dazu?“

Welche Rolle spielt Mindfulness bei all dem?

Unsere Kommunikation, der Umgang mit Emotionen und die Art unserer Beziehungen – all das muss sich also ändern. So können wir dann erst unsere Kreativität entfalten, Arbeit nachhaltig und nicht belastend für uns und unsere Kollegen gestalten und unsere innovativen Gedanken verwirklichen.

Zum Schluss wollten wir wissen welchen Beitrag Mindfulness zu dieser Veränderung leisten kann.

Anna: „Mindfulness ist die Basis für das alles. Sowohl für gewaltfreie und wertschätzende Kommunikation, als auch für den achtsamen Umgang mit uns und anderen. Deswegen ist es wichtig Raum zu schaffen um in sich selbst hineinzuhorchen und eine Verbindung zu sich zu spüren. Davon ausgehend tritt man dann in Kontakt mit anderen. So hat dieser Kontakt und die Beziehung eine ganz andere Qualität.“

Es ist wichtig Raum zu schaffen um in sich selbst hineinzuhorchen und eine Verbindung zu sich zu spüren.

NEUE ARBEIT: MIT DESIGN THINKING DIE KRISE MEISTERN UND FIT FÜR DIE NEW WORK CULTURE WERDEN 

Das Corona Virus hat deutlich gemacht, dass wir uns neu strukturieren müssen und alte Arbeitsweisen oft nicht mehr funktionieren. Wir müssen stattdessen lernen, die Krise zu meistern und fit für die New Work Culture werden. In diesem Artikel erfährst du, vor welchen neuen Herausforderungen wir überhaupt stehen und wie du die Krise zu deiner Chance machen kannst.


Status Quo – Das Krisenmeer

Seit nun genau einem Jahr grübeln wir, wie wohl die Zukunft aussehen mag und wann der Spuk der Pandemie ein Ende hat. Das Deutsche Zukunftsinstitut hat in der Zeit genauer geforscht und Prognosen für die Post-Pandemie aufgestellt. Herausgekommen sind verschiedene Szenarien, die nicht besonders überraschend teils von pessimistischen und teils von optimistischen Weltbildern geprägt sind. Was daneben aber deutlich wurde: Die Zukunft wird auf jeden Fall anders aussehen. Die aktuelle Krise hat Veränderungen und den Innovationsbedarf beschleunigt – und das um ein Vielfaches.

Ein gutes Beispiel hierfür ist die Entwicklung von Remote Work. Vor einigen Jahren noch boomte der Bau von neuen Büroflächen. Nichts ahnend, dass nur wenige Jahre später der Heimschreibtisch zum neuen Arbeitsplatz vieler wird. Damit entstehen neue Herausforderungen sowohl für Arbeitgeber*innen- als auch Arbeitnehmer*innen. Einerseits ist der persönliche Austausch vor Ort für die Unternehmenskultur besonders wichtig, andererseits wünschen sich Arbeitnehmer*innen mehr Freiheiten und eine Wahl, von wo sie arbeiten möchten. Ein Hybrides Arbeitsmodell mit einer ausgewogenen Mischung von Büro und Home Office stehen also schonmal auf der Aufgabenliste der neuen Arbeitswelt.

Auch uns als Design Thinking Coach Academy hat die Krise wie aus dem nichts getroffen. Teamintern haben wir dabei schnell die Metapher eines Krisenmeeres für uns gefunden, um zu beschreiben, wo wir in der Gesellschaft stehen:

Sitzen wir nicht alle gerade mit unterschiedlichen Booten in einem Meer der Krisen?  

Manch eine*r sitzt dabei alleine in einem kleinen, wendigen Segelboot. Ein*e andere*r bedient ein großes, starres Frachtschiff mit gesamter Crew an Board. Und in der Ferne des Krisenmeeres, in dem wir uns befinden, sind auch einige schmale Flöße zu erkennen, die die schwierigsten Bedingungen haben, um voran zu kommen.  

Ja, die Pandemie brachte uns allen vor einem Jahr ziemlich starke Turbulenzen, doch mit der Zeit und dem Blick auf den Impfstoff wird die Sicht nun etwas klarer. Jetzt heißt es zu lernen, sich in diesem Krisenmeer wieder zu navigieren und Fähigkeiten anzueignen, um mit den Winden und Wellen umzugehen.

Doch dass das für viele auf den ersten Blick nicht so einfach ist, ist keine Überraschung, denn das Virus hat eine Welt voller Herausforderungen geschaffen, die noch schneller, noch turbulenter und noch unsicherer ist. Eine VUCA Welt 2.0.

Die neuen Herausforderungen der VUCA Welt 2.0

Die sogenannte VUCA Welt ist eines unter den vielen Akronymen, das häufig in Zusammenhang mit der rasanten Entwicklung der Digitalisierung fällt. Es soll die vermeintlichen Merkmale der modernen Welt und so auch des aktuellen Krisenmeeres beschreiben. Doch was genau bedeutet es und wie kannst du damit umgehen? Um nicht zu verwirren, bleiben wir in der Übersicht bei den originalen Bedeutungen auf Englisch:

V = volatility
U = uncertainty
C = complexity
A = ambiguity

Das englische Wort volatility kann etwa mit dem deutschen Wort Flüchtigkeit übersetzt werden. Wir alle haben erlebt, dass Gegenwärtiges in der heutigen Welt rapide umschlagen und zu großen Änderungen führen kann. Zwar haben wir auch vor der Pandemie in einer Welt gelebt, die sich ständig wandelte und zunehmend instabiler wurde, doch mit dem Ausbruch der Pandemie erfolgte das noch schneller und noch drastischer.

Das U von uncertainty beschreibt die schwierige Vorhersehbarkeit der Zukunft, die stark mit der Volatilität zusammenhängt. Durch plötzliche Unvorhersehbarkeiten verlieren Prognosen für die Zukunft zunehmend an Aussagekraft. Dadurch ist sie nur schwer zu planen.

Kommen wir nun zum C von complexity. Kaum ein Design Thinking Sprint kommt ohne die Verwendung des Wortes „komplex“ aus, denn es ist der Kern und der Grund, warum diese Methodik entwickelt wurde. Es gibt nicht den einen richtigen Weg und das macht den Umgang mit komplexen Problemen so herausfordernd und für viele auch überfordernd.

Ambiguity – ein Begriff, den man gut mit Mehrdeutigkeit beschreiben kann. Denn wie erwähnt, gibt es nicht den einen richtigen Weg oder nur eine Sichtweise auf ein Problem. Wer im one-fits-all-Ansatz denkt, kommt in der modernen Welt schnell an seine Grenzen. Selten ist etwas eindeutig. Ein gutes Problemverständnis, das Einräumen und Eingestehen von Fehlern sowie eine große Portion Mut, sind wichtige Merkmale, die beim Umgang helfen.

Das Krisenmeer und die VUCA Welt (oder wie wir finden der VUCA Welt 2.0) machen also deutlich, dass die richtigen Strukturen und Denkmuster für die Herausforderungen dieser noch schnelleren Welt entscheidend sind, wenn wir Fortschritt erzielen und nicht auf der Stelle stehen bleiben möchten. Agilität, Mut und eine gesunde Fehlerkultur sind unverzichtbar. Die Forschungen des Deutschen Zukunftsinstitutes haben aber eine spannende Erkenntnis, die für die neue Arbeitswelt noch entscheidender ist: Wir brauchen ein Future Mindset.

Das Future Mindset – wie das Krisenmeer zum Chancenmeer wird

Wir wissen noch nicht, wie sich Berufsbilder verändern werden oder welche sich mit der neuen Komplexität vielleicht auch gar nicht mehr halten können, doch haben die Veränderungen auch großartiges geschaffen. Recht junge Berufe wie Remote Work Beratung verzeichneten plötzlich rasante Umsätze und der kleine, lokale Einzelhandel entdeckte mit dem Verkauf über das Internet ebenfalls neue Möglichkeiten. Andere entschieden sich, ihr Leben auf links zu krempeln und als Quereinsteiger*innen einen ganz neuen Beruf auszuüben.

Aber auch im Innovationsbereich gibt es fantastische Entwicklungen, die aus der Krise heraus entstanden sind. Die Firma Dyson, die ebenfalls mit Design Thinking arbeitet, entwickelte in nur wenigen Tagen (!) Beatmungsgeräte für Covid Patienten, die mit Batteriebetrieb an der Seite der Krankenhausbetten befestigt werden können. Für Gehörlose wurden spezielle Masken mit Sichtfenstern entwickelt, da diese auf die Mundbewegungen beim Sprechen angewiesen sind. Und verschiedenste Apps und Webseiten wurden in kürzester Zeit programmiert, um die Menschen im Chaos der vielen Informationen zu navigieren und zu helfen, ihre Kontakte besser nachzuverfolgen. 

Um das all das zu schaffen, braucht es das Future Mindset. Ein open mind, das sich den Herausforderungen stellt, um in dem Krisenmeer ein Chancemeer zu sehen. Denn wenn nichts mehr sicher ist, dann ist doch alles möglich oder? 

Wenn wir nicht bereit sind, uns zu verändern und die Veränderungen auch willkommen zu heißen, können wir uns auf lange Sicht nicht über Wasser halten. Mit diesem Mindset-Shift sollten wir uns mit Blick auf die Zukunft also folgende Fragen stellen:

Wie du mit Design Thinking ins Chancen-Meer stichst

Lies einmal folgendes Zitat des Neurowissenschaftlers Beau Lotto und überlege dir kurz für 1-2 Minuten, was du darüber denkst und wie du dich damit fühlst:

»Nothing interesting begins with knowing. It begins with a question – not an answer.«

Wenn du das liest und denkst: “Genau so habe ich auch schon immer gedacht!” Dann ist das ist großartig! Falls nicht: Keine Sorge. Die Perspektive wechseln und aus Herausforderungen Chancen zu sehen braucht Übung und eine gute Herangehensweise. Deshalb möchten wir dir erklären, wie du das mit Design Thinking schaffen kannst. 

Wie der Name bereits vermittelt, ist zunächst auch hier das richtige Mindset entscheidend. Es braucht ein Problem, eine Herausforderung – irgendetwas, das unser Gehirn anschmeißt, damit Fortschritte und Erfolge überhaupt erzielt werden können. Ist es nicht fast langweilig, die Lösung vorab schon zu kennen? Warum und Wie sind im Wortschatz von Design Thinkern regelrecht als Lieblingswörter gespeichert. Wer sich immer wieder in die Lernzone wagt und hin und wieder auch darüber hinaus geht, der stellt fest, dass es Spaß macht und einen antreibt. Oft kann das erst einmal unbequem sein. Denn auf der einen Seite kann die Masse an Möglichkeiten herausfordernd wirken, auf der anderen Seite macht das Bewegen innerhalb der Lernzone Veränderungen aber auch erst sichtbar und möglich.

Aber was ist Design Thinking nun genau? Eine Methode? Ein Prozess oder ein Mindset? Die Antwort lautet sowohl als auch. Es ist ein Prozess, in dem menschzentrierte Methoden angewandt werden. Doch wird nur der erfolgreich sein, der auch das dahinterstehende Future Mindset in sein Denken integriert hat, denn unsere Gedanken werden zu Handlungen. 

Konkret gesagt kannst du mit folgenden drei Schritten mit deinem Schiff ins Chancenmeer stechen:

  1. Du hast ein komplexes Problem erkannt
  2. Du stellst ein multidisziplinäres Team zusammen, das wichtige Schlüsselqualifikationen in sich verbindet
  3. Mit einem Design Thinking Coach an der Seite beginnt das Team den sechstufigen Design Thinking Prozess zu durchlaufen. Dabei sind zwei Aspekte der Schlüssel zum Erfolg: die Prozesskompetenz* und das Future Mindset.

* Wie der Prozess im Detail zu durchlaufen ist erfährst du hier.

Und jetzt nochmal auf den Punkt: warum funktioniert Design Thinking?

Fazit: Der Grundstein für neue Arbeit ist ein Future Mindset

Die Arbeitswelt befindet sich seit Jahren im Umbruch, doch die Corona Pandemie hat Bedürfnisse und Herausforderungen schneller gebracht, als viele ahnen konnten. Um mit diesen Herausforderungen der Krise umzugehen braucht es neue Herangehensweisen. 

In diesem Artikel hast du gelernt, welche zukunftsweisenden Fragen du dir jetzt stellen solltest und wie dir Design Thinking als Prozess, Mindset und Methode dabei helfen kann. Vor allem ein Future Mindset ist entscheidend, denn Methodenkenntnis, Strukturen und Prozesse alleine werden nur wenig zielführend sein. Wer nicht mit Blick auf die Zukunft hinterfragt und versteht, warum und wie die Dinge gemacht werden, die gemacht werden, wird nur schwer mit Innovationen und Veränderungen gegenwärtiges vorantreiben können. Sich intensiv dem Problemraum zu widmen, Fehler zu machen, sich stets weiterzuentwickeln und die Stärken von kollaborativem Arbeiten zu nutzen, gehören zu dem, was wir unter neue Arbeit verstehen.

Wenn du für dich die zukunftsweisenden Fragen aus diesem Artikel beantwortet hast und du mit Design Thinking loslegen möchtest, dann ist es an der Zeit, deine erkannten Probleme richtig einzuordnen. Denn wie kannst du überhaupt erkennen, ob dein Problem komplex ist? Vielleicht ist es ja einfach oder gar chaotisch? Genau darum soll es ausführlicher im nächsten Artikel gehen.

Erfahre:

SYSTEMISCHE ORGANISATIONS-ENTWICKLUNG MIT DESIGN THINKING

Die Arbeit am Gesamtsystem eines Unternehmens kann auch die tollsten Führungskräfte in die Knie zwingen – es ist eine schöne & hohe Kunst, Wachstums- und Veränderungsprozesse zu facilitieren. Ein junger, vielversprechender Ansatz ist, Design Thinking & systemische Organisationsentwicklung zu kombinieren. In diesem Artikel beleuchte ich das Systemische Design Thinking genauer – von Karl Hosang.


Unter die Oberfläche blicken mit Systemischer Organisationsentwicklung

Um zu verstehen, was die Vorteile systemischer Organisationsentwicklung sind, ist es wichtig zu beleuchten, was Organisationen überhaupt sind, und was der systemische Ansatz von klassischen Ansätzen unterscheidet.

Was ist überhaupt eine Organisation?

 Anfangen möchte ich ganz kurz mit ein paar Basics. Niklas Luhmann, Soziologe und führender Vertreter der Systemtheorie, definiert Organisationen nach folgenden Kriterien:

Organisationen definieren sich durch:

Das sind auch drei zentrale Bezugspunkte für Organisationsentwicklung. Mitgliedschaft im erweiterten Sinne hat etwas mit Gemeinschaft und Teamentwicklung zu tun, aber auch damit, wie ich mit Neuankömmlingen, Außenseiter*innen und Problemfällen umgehe. Im Sinne einer Weiterentwicklung der Organisation ist hier u.a. sicherlich die Frage von Bedeutung, wie die intrinsische Motivation bzw. das Commitment und die Begeisterung der Mitarbeiter geweckt und gestärkt werden kann. Ziele stellen für Organisation häufig die Existenzberechtigung dar, und sind deswegen von immenser Bedeutung. Ein Ziel zu haben besteht nicht nur im Aspekt der Optimierung von Prozessen, sondern hat auch etwas mit Visionen und Werten zu tun. Und nicht zuletzt sind Fragen des strukturellen Aufbaus und des Informationsflusses in Organisationen von ebenso wichtiger Bedeutung. Dafür ist es notwendig, sich die Hierarchien in der Organisation genauer anzusehen.

Klassische Organisationsentwicklung

Für klassische Ansätze der Organisationsentwicklung steht primär das Ziel der Organisation im Fokus. Im Zentrum steht die Frage: “Wie kann ich das Ziel effizienter erreichen?” Dafür werden dann alle möglichen Parameter analysiert, um z.B. zu ermitteln, wo man zeit- und kostensparender arbeiten kann. So könnte man beispielsweise die konkreten Zeiten ermitteln, die für einzelne Aufgaben gebraucht werden und herausfinden, wie man systematisch an welchen Stellen Zeit einsparen kann. Oder man schaut sich an, wie der Informationsflow in der Hierarchie funktioniert, kann dann Anpassungen am bestehenden Organigramm vornehmen und z.B. neue Wege der Arbeitsteilung vorschlagen.

Insgesamt bietet dieser Ansatz eine Reihe von Vorteilen vor allem in Umfeldern, in denen klare Aufgaben definiert sind und eindeutige Zielvorgaben existieren. Mit diesen Ansätzen kann man also wunderbar die Effizienz in Organisationen steigern. Allerdings hat dieser Ansatz auch Nachteile. Vor allem ist er präskriptiv: d.h. ein*e klassischer Organisationsberater*in würde sich anschauen, was die Zielvorgaben sind, und dann, wie das Unternehmen (seiner oder ihrer Ansicht nach) funktionieren sollte, um effizienter zu werden. Die klassische Organisationsentwicklung ist daher nicht inklusiv, sondern der oder die Beratende ist Expert*in und erarbeitet Vorschläge von außen mit relativ wenig Einbeziehung der Mitarbeitenden.

Systemische Organisationsentwicklung

Der systemische Ansatz unterscheidet sich vom klassischen dadurch, dass er deskriptiv vorgeht. Er schaut sich daher nicht an, wie das Unternehmen funktionieren sollte, sondern wie es bereits funktioniert. Von daher würde systemische Organisationsberatung stets auf die vorhandenen Ressourcen im bestehenden System schauen, auf denen man aufbauen kann. Dem oder der systemischen Berater*in ist völlig klar, dass die Realität einer Organisation etwas anderes ist, als ihre formale Struktur, und obwohl man klassische Konzepte hervorragend übernehmen kann, arbeitet die systemische Berater*in zusätzlich mit dem Begriff des Systems oder des Netzwerks.

Dadurch ist es der systemischen Organisationsentwicklung möglich, die Mitarbeitenden am Entwicklungsprozess partizipieren zu lassen und es ist mehr noch eine notwendige Voraussetzung, um die Organisation von innen heraus zu transformieren. Jede*r Mitarbeiter*in ist wichtig, denn das ist einer der Grundsätze der systemischen Denkweise: jedes Element im System hat einen Einfluss auf das gesamte System. Dadurch ist der systemische Ansatz ganzheitlicher, offener und flexibler, und eignet sich daher besser für die heutige Zeit, in der sich Arbeitsrealitäten tiefgreifend und rapide wandeln.

»Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind.«
// Albert Einstein

 Diese aktuellen Prozesse der Transformation betreffen alle drei Aspekte einer Organisation: Mitgliedschaften werden flexibler und unsicherer, die wenigsten Organisationen können es sich noch leisten eindimensional auf ein bestimmtes Ziel hinzuarbeiten, sondern müssen und wollen ganzheitlich auch das ökologische und das (interne und externe) soziale Wohlergehen mit in den Purpose des Unternehmens integrieren, und nicht zuletzt hat in den vergangenen Jahrzehnten eine Sensibilisierung für Hierarchien und Machtgefälle eingesetzt, die klassische autoritäre Strukturen auch in der Arbeitswelt infrage stellt.

Design Thinking und Systemische Organisationsentwicklung

Design Thinking bietet ein agiles Modell, um ergebnisoffen auf einen höheren Zustand hin zu arbeiten. Die Kombination aus Bedürfnisanalyse und Kreativitätsmethoden schafft Raum für neuartige Lösungen – und ganz besonders wenn man es anwendet für Unternehmensstrukturen, Organisationskultur, Prozess-Innovationen. Design Thinking als Tool eignet sich daher hervorragend, um im Kontext der systemischen Organisationsberatung einen partizipativen Entwicklungsprozess anzustoßen. Ausgangspunkt ist meist eine Unstimmigkeit oder Spannung im System der Organisation.

Äußere Anlässe

Innere Anlässe

Gestaltung von Veränderungsprozessen mit Design Thinking

1. Verstehen der systemischen Zusammenhänge, der Ziele und Wirkfaktoren, auch der Barrieren und Risiken

Der erste Schritt besteht darin, sich über die Ist-Situation einen gemeinsamen Überblick zu verschaffen. Wo stehen wir gerade und warum sind wir hier? Das gemeinsame Reflektieren über den Ist-Zustand bringt allen Beteiligten Klarheit und Einsicht in den Zustand der Organisation, mit ihren Grenzen und Möglichkeiten. Benutzen kann man für diesen Reflektionsprozess zum Beispiel die vier Quadranten aus der integralen Theorie. Die vier Quadranten ergeben sich aus der einfachen Matrix, wenn man die Polaritäten aus innerlich-äußerlich und individuell-kollektiv übereinander legt. Der 1. Quadrant ist oben links die Ich-Perspektive (innen-individuell), der 2. Quadrant ist die Er/Sie-Perspektive (außen-indviduell), der 3. Quadrant unten links ist die Wir-Perspektive (innen-kollektiv) und der 4. Quadrant ist die Sie-Perspektive (außen-kollektiv). Jede Organisation lässt sich mithilfe dieses Modells umfassend und ganzheitlich analysieren.

2. Empathie für die beteiligten Menschen und Stakeholder-Gruppen

Als nächstes würde man etwas Abstand vom konvergenten Denken und rationalen Analysieren nehmen und in einen intuitiveren Zustand der Empathie gehen und so das Wir-Gefühl stärken. Da Design Thinking hier auf die eigene Organisation angewendet wird, ist es natürlich wichtig, dass die Teilnehmenden in Empathie miteinander gehen, aber auch mit der Organisation als Ganzer und beteiligten Stakeholdern. Um die Anwesenheit der ganzen Organisation symbolisch zu unterstreichen, kann man zum Beispiel einen leeren Stuhl stehen lassen, auf den man sich setzen kann, wenn man etwas im Namen der ganzen Organisation sagen möchte. In dieser Phase ist es von Bedeutung, die Barrieren und Blockaden im System zu erspüren, um im nächsten Schritt den Kern des Problems angehen zu können und nicht bloß an Symptomen haften zu bleiben.

3. Formulieren einer “Design Challenge” bzw. eines “Point-of-View”: Was können wir im besten Fall erreichen und welche zentralen Bedürfnisse gilt es zu beachten?

Nachdem in den ersten beiden Phasen der Ist-Zustand analysiert und erspürt worden ist, geht es in der dritten Phase darum, den Ziel-Zustand herauszukristallisieren. In der Regel nimmt dieser beim Erfassen des Ist-Zustandes schon erste Konturen an. Jetzt werden Fragen gestellt wie: Was wünschen wir uns? Was wollen wir erreichen? Was ist unsere Vision? Was sind unsere Werte? Und was hindert uns daran, sie zu verwirklichen? Welche Faktoren können wir kontrollieren? Der Zweck dieser Phase ist es, ein Spannungsfeld zwischen der Gegenwart und möglichen Zukünften aufzubauen, in dem sich dann in der nächsten Phase die kreativen Energien produktiv entladen können.
Ideen- und Kreativitätsphase: Wie kann der Wandel gestaltet werden? Anwendung von Brainstorming-Prinzipien, Kreativitätstechniken,

Jetzt kommt das eigentlich Markante des Design-Thinking-Prozesses ins Spiel. Nun geht es darum, Ideen zu sammeln. Die Grundregel: Jede Idee ist erlaubt, keine ist zu verrückt, denn es geht in dieser Phase um Masse, nicht um Klasse. Träumen und Spinnen ist ausdrücklich erwünscht! Um der Kreativität auf die Sprünge zu helfen, gibt es eine Reihe an hilfreichen Brainstorming-Prinzipien und Kreativitätstechniken. Diese tragen dazu bei, die gewohnten Wege des Denkens zu verlassen und wirklich kreativ zu werden. Welche neuen Rituale könnte man einführen? Wie könnte man Kommunikation neu denken, um die Design-Challenge zu erfüllen? Wie kann man der Organisation zu mehr Lebendigkeit verhelfen?

»Jeder Mensch ist ein Künstler.« // Joseph Beuys 

5. Prototyping des neuen Zustandes

Beim Prototyping geht es darum, die besten Ideen zu konkretisieren und vor allem zu visualisieren. Das kann auf verschiedenen Wegen passieren: durch die Gestaltung eines Storyboards, durch das Basteln von Modellen, durch Rollenspiele etc. Durch das Prototyping aktiviert man viel mehr neuronale Netzwerke, als wenn man nur darüber sprechen würde. Dadurch geht man automatisch in einen tieferen Gestaltungsprozess. Außerdem hat die Erstellung eines Prototyps den Vorteil, dass sich die anderen direkt in die Idee einfühlen können, weil sie plastisch und anschaulich ist. So wird Organisationsentwicklung unmittelbar erfahrbar.

6. Testen, Iterieren & Verfeinern, bis der neue Zustand implementiert ist.

Am Ende des Workshops kann man dann vielversprechende Prototypen nehmen und sie in der Praxis ausprobieren. Dafür ist es wichtig, mutig zu sein und auch das Scheitern zuzulassen. Scheitern ist wertvoll! – weil es zeigt, wo die Schwächen in der Praxis liegen, an denen man dann weiter arbeiten kann. Dafür ist die Iteration des hier beschriebenen Design-Thinking-Prozess relevant, d.h. er wird immer wieder durchgeführt, um die neuen Arbeitsweisen zu optimieren und zu etablieren. Je mehr getestet und iteriert wird, desto raffinierter wird das Ergebnis sein, bis es sich organisch in die bestehenden Strukturen einfügt.

 Mehr darüber erfahren kannst du beim Workshop Systemisches Design Thinking. 

WELCHE DIGITALEN WARM-UPS BRINGEN DEINEN DESIGN SPRINT IN SCHWUNG?

Wer einen Design Sprint moderiert, sollte auf eine Sache nicht verzichten – die passenden Warm-ups. Denn diese verleihen dem Sprint Schwung und Dynamik und sorgen dafür, alle bei Laune zu halten. Gerade in einem Online-Sprint sind die kleinen Übungen besonders wichtig, um Konzentration und Motivation der Teilnehmenden nicht dadurch zu verlieren, dass sie den ganzen Prozess über nur passiv vor ihrem Bildschirm sitzen.


Doch die Auswahl an Warm-ups ist groß und nicht jedes Warm-up eignet sich gleichermaßen für alle Zeitpunkte im Sprint-Prozess. Während sich ein Warm-up eher zu Beginn zum Kennenlernen eignet, ist ein anderes vielleicht eine gute Auflockerung für zwischendurch. Dazu kommt noch, dass sich nicht jedes Warm-up, was du aus der realen Welt vielleicht bereits kennst, auch für einen Online-Sprint eignet.

Deshalb kommt hier nun für jede Phase des Design Sprints eine Übung aus dem Buch 66+1 Warm-ups, die auch in der Online-Welt bestens funktioniert. So hast du in Zukunft auch bei einer digitalen Moderation für jede Phase des Sprints die passende Übung parat. Beginnen wir also mit dem Einstieg.

Zu Beginn ein Icebreaker

Um die unangenehme Stille zu Beginn eines Online-Sprints zu überwinden und das Team miteinander warm werden zu lassen, ist ein Icebreaker die beste Wahl. Denn so lernt sich das Team zunächst einmal kennen und anfängliche Hemmungen werden nach und nach abgelegt. Und welche Übung eignet sich hier nun konkret?

Zunächst sollte man hierbei zwischen zwei Szenarien unterscheiden. Kennt sich das Team noch gar nicht, so ist auf jeden Fall erst einmal eine Vorstellungsrunde gefragt. Beispielsweise könnte dafür jeder ein kleines Selbstportrait mit dem Online-Zeichenwerkzeug AutoDraw anfertigen.

Dann stellt sich jeder mit seiner Zeichnung vor. Das sorgt bestimmt gleich zu Anfang für ein paar gemeinsame Lacher und die Teilnehmenden finden sich ins Team und die digitale Welt ein.

Im zweiten Szenario kennt sich das Team schon etwas besser und hat vielleicht schon einen Tag zuvor zusammen gearbeitet. Eine Vorstellung ist dann nicht mehr nötig und es kann zum Einstieg ruhig ein bisschen persönlicher werden. An dieser Stelle bietet es sich an, einen “Wertschätzungskreis” zu moderieren. Dabei legst du als Moderator eine Reihenfolge fest, nach der jeder der Teilnehmenden erzählt, was er an sich persönlich wertschätzt. Mit diesem super Einstieg stärkst du auch gleich schon zu Beginn das Selbstbewusstsein jedes Einzelnen.

Teambuilding Warm-ups, um Zusammenhalt zu schaffen

In einem Design Thinking Sprint ist es nicht nur wichtig, Motivation und Konzentration der Teilnehmer*innen aufrecht zu erhalten, sondern auch, dass ihr als Team gut funktioniert und zusammenarbeitet. Damit das auch den ganzen Prozess über gewährleistet ist, ist es ratsam gleich zu Beginn aber auch immer wieder im Prozess das ein oder andere Teambuilding Warm-up einzubauen.

Auch hier muss wieder unterschieden werden: Willst du, dass das Team zunächst erst einmal als solches zusammenfindet, oder habt ihr bereits schon zusammen gearbeitet und du möchtest den Zusammenhalt für den weiteren Prozess stärken, damit dieser unterwegs nicht verloren geht?

Im ersten Fall bietet es sich auf jeden Fall an mit “Teamregeln” ein vertrauensvolles und strukturiertes Arbeitsumfeld zu schaffen. Die Idee dabei ist, dass ihr zunächst in kleinen Gruppen (2-3 Personen) eure bisherigen Team-Erfahrungen miteinander reflektiert. Am besten nutzt du dafür die Breakout-Sessions von Zoom. In einem weiteren Schritt verlasst ihr die Breakout-Rooms wieder und tragt eure Ergebnisse im Plenum zusammen. Daraus leitet ihr dann die Teamregeln für den Sprint gemeinsam ab. Diese Übung ist also hilfreich um noch vor Beginn der Arbeitsphasen ein starkes Team zu formen.

Willst du allerdings den Zusammenhalt eines Teams stärken, das vielleicht schon zum zweiten oder dritten Mal zusammen arbeitet, eignet sich eine Runde “Wir gründen ein Unternehmen” viel besser. Das funktioniert so: Jeder der Teilnehmer*innen notiert seine Top-Fähigkeiten auf digitalen Post-its und stellt sie anschließend vor. Davon ausgehend entwickelt ihr dann gemeinsam eine Geschäftsidee mit Firmennamen und Slogan. Wenn jeder seine persönlichen Stärken einbringt, könnt ihr gemeinsam bestimmt ein tolles Unternehmen auf die Beine stellen. Solche Übungen stärken den Gruppenzusammenhalt ungemein und sind sowohl zu Beginn, als auch während des Prozesses gut geeignet.

Wieder einfinden nach der ersten Pause

Wenn das Team nach der ersten Pause wieder gemeinsam im digitalen Raum zusammen kommt, ist es wenig ratsam direkt wieder voll in die Arbeit einzusteigen. Ein passendes Warm-up sorgt an dieser Stelle für einen gelungenen Übergang, bei dem sich das Team langsam wieder in den Prozess einfindet und danach bereit ist für intensive Arbeitsphasen.

Mit dem Focus-Warm-up “Stop and Go” kannst du zum Beispiel Aufmerksamkeit und Konzentration der Teilnehmenden für die anstehenden Arbeiten schärfen. Die Übung funktioniert folgendermaßen: die Teilnehmenden bewegen sich durch ihre Räume. Deine Aufgabe als Moderator ist es dabei, ihnen Kommandos wie “Stop” und “Go” zu geben, die alle dann entsprechend ausführen.

Doch das allein wäre zu einfach. Um die Aufmerksamkeit der Teilnehmer*innen herauszufordern wechselt nach einer Weile die Bedeutung zwischen den Kommandos. Nun heißt “Go” auf einmal stehenbleiben. Doch damit immer noch nicht genug. Um die Konzentration noch weiter auf den Höhepunkt zu treiben, kannst du noch mehr Kommandos wie “Dance” und “Jump” oder “Clap” hinzufügen, deren Bedeutungen sich ebenfalls nach einer Weile vertauschen. Voll konzentriert können danach alle in die intensive Arbeitsphase eintauchen.

Zum Auspowern ein Energizer

So die erste intensive Arbeitsphase ist überwunden und langsam wird es Zeit für eine Mittagspause. Doch so solltet ihr nach dieser Phase nicht auseinander gehen. Bevor du dein Team zum Lunch entlässt, sorge mit einem Energizer für ein wenig Action. Das dient dazu, sich mal wieder richtig auszupowern, alles zu verarbeiten und die Anspannung der Arbeitsphase loszuwerden.

Richtig in Schwung bringst du deine Teilnehmenden zum Beispiel mit “Touch Something Blue”. Der Ablauf dabei ist wie folgt: wahrscheinlich ahnst du schon grob worum es geht. Der Moderator stellt bestimmte Aufgaben, wie zum Beispiel “Berühre etwas Blaues” oder auch “Berühre etwas aus Metall” oder “etwas, dass dich zum Lachen bringt”. Dann liegt es an den Teilnehmenden so schnell wie möglich zu sein, um die Aufgabe auszuführen. Denn wer es zuerst schafft, gewinnt.

Auf diese Weise bringst du wieder Schwung nach einer anstrengenden Arbeitsphase und erreichst, dass alle wieder vom Bildschirm aufschauen und ein wenig in Bewegung kommen anstatt nur zu sitzen.

Wieder frischer Wind nach der Mittagspause

Damit nach dem Lunch nicht jeder in einem Mittagstief versinkt, solltest du die Teilnehmer*innen genau so empfangen, wie du sie entlassen hast. Um nach der Pause wieder mit voller Energie zu starten, ist also erneut ein Energizer gefragt.

Also spielt doch einfach zum Energie tanken und wieder reinkommen eine kleine Runde “Tiger, Samurai, Grandma”. Das Prinzip dabei ist das gleiche wie bei Schnick Schnack Schnuck nur mit anderen Gesten. Der Tiger zum Beispiel hebt die Hand zur Kralle und faucht dabei. Die Grandma hebt tadelnd den Finger mit den Worten “Na na na” und der Samurai schlägt ein imaginäres Schwert von oben nach unten, während er laut “Ha” schreit. Um diese Übung auch digital gut ausführen zu können, solltest du deine Teilnehmer aber erneut mit den Breakout-Rooms von Zoom in Zweiergruppen aufteilen. Danach könnt ihr wieder mit Power in den weiteren Prozess einsteigen.

Check-out für einen gelungenen Abschluss

Habt ihr nun den ersten Sprint-Tag hinter euch und gemeinsam viel erarbeitet und zwischendurch viele Warm-ups durchgeführt, solltet ihr den Tag und das Geschehene noch einmal reflektieren. Ein Warm-up als Check-out ist also gefragt. Mit “Debrief Circle” kann in ganz kurzer Zeit zum Schluss nochmal ein konstruktives Feedback eingeholt werden. Denn hierbei machen sich die Teilnehmer*innen Gedanken darüber, was gut lief (I like), was schlecht lief oder fehlte (I like, I wish) und dann auch direkt darüber, wie man dies in der Praxis umsetzen könnte (I like, I wish, how to).

Normalerweise bilden die Teilnehmer*innen dafür zwei Kreise – einen inneren und einen äußeren, so dass sich immer zwei Personen gegenüberstehen und nach einer Feedbackrunde rotiert werden kann. Das ist natürlich online nicht möglich, weswegen hier abermals die Breakout-Rooms gefragt sind, in denen dann immer zwei Personen ihr Feedback miteinander teilen. Anschließend könnt ihr die Ergebnisse noch einmal gemeinsam im Plenum zusammentragen und so mit neuen Anregungen für den nächsten Sprint auseinandergehen.

DIGITALE MINDFUL PRACTICES:MEHR TIEFE UND VERBINDUNG FÜR DEINEN ONLINE-WORKSHOP

Du hast genug von oberflächlichen Workshops, die keine Veränderung bewirken und nach ein paar Tagen wieder vergessen sind? – Wir auch! Unser Rezept dagegen: Kleine Achtsamkeitsübungen, die dabei helfen zur Ruhe zu kommen, sich zu verbinden oder Gelerntes zu verarbeiten. So ist Schluss mit stressigen Workshoptagen und unsicheren Teilnehmer*innen, denen es am Ende an Energie und Umsetzungspower fehlt. Stattdessen kreierst du nachhaltige Workshoperlebnisse, bei denen sich alle wohlfühlen und am Ende transformiert hervorgehen. Doch welche Achtsamkeitsübungen gibt es? Und vor allem: Welche davon sind auch geeignet für einen Online-Workshop? Gerade wenn sich online alles auf dem Bildschirm abspielt, fehlt es oft an der Verbindung zu unserem Körper. Hier kann Achtsamkeit dabei helfen, Körper und Geist wieder in Einklang zu bringen. Wir haben keine Mühen gescheut und eine ganze Liste digitaler Mindful Practices für euch zusammengestellt.


Das Ankommen in einem Online-Workshop kann zunächst mit einigen Unsicherheiten verbunden sein. Bei den vielen neuen Gesichtern, die sich nach und nach dem digitalen Raum zuschalten, muss man sich erst einmal klar machen: wer ist überhaupt da und wer sind die anderen?

Doch nicht nur das, auch was die Kommunikation angeht, muss viel mehr Feingefühl bewiesen werden als offline. Denn wenn der direkte Blickkontakt wegfällt ist es manchmal gar nicht so einfach auszumachen, wann wer reden darf, ohne dass jemand anderes unterbrochen wird.

Des Weiteren kann es online manchmal sehr schwer sein fokussiert bei der Sache zu bleiben. Denn während dabei alles auf dem Bildschirm stattfindet, lauern außerhalb viele Ablenkungen, die es erschweren im Hier und Jetzt zu sein und sich auf das zu konzentrieren, was gerade passiert. Noch dazu kommt es, dass wir beim stundenlangen Rumsitzen dazu neigen unseren Körper völlig zu vernachlässigen. 

All diese Dinge erfordern in einem Online-Workshop besonders viel Ruhe und Achtsamkeit. Denn das hilft dabei, erst einmal wieder bei sich und seinem Körper anzukommen, die anderen kennen zu lernen und eine Verbindung zu schaffen. Gerade im Design Thinking ist es so wichtig, diese Verbindung im Team aufzubauen. So werden die ersten Unsicherheiten schnell genommen und es kommt nicht zu einem Wirrwarr aus Stimmen, unter denen die Hälfte untergeht. Dann könnt ihr alle gemeinsam fokussiert bleiben und danach streben etwas Neues zu lernen.

Ein Online-Workshop erfordert besonders viel Achtsamkeit um im Hier und Jetzt anzukommen und eine Verbindung zu schaffen.

Doch auch im weiteren Verlauf des Online-Workshops darf es an Achtsamkeit nicht fehlen. Schließlich muss alles, was in einem Workshop so schnell auf einen einprasselt auch erstmal in Ruhe verarbeitet werden. Dabei helfen die Achtsamkeitsübungen. Außerdem steigern sie Wohlbefinden und Kreativität, so dass am Ende keiner mehr gestresst, sondern stattdessen mit neuem Vertrauen in das eigene Potenzial aus dem Workshop hervorgeht.

Besonders bei einem Online-Workshop gibt es durch das ungewohnte Arbeitsformat viele neue Eindrücke zu verarbeiten. Damit die Teilnehmenden trotzdem auch die digitale Welt selbstbewusst wieder verlassen und nicht die Hälfte aller Informationen verloren geht, erwarten dich hier nun fünf Kategorien verschiedener Übungen aus dem Buch 55+1 Mindful Practices, die sich optimal eignen, um auch deinem Online-Workshop mehr Tiefe, Nachhaltigkeit und soziale Wärme zu verleihen. 

Awareness Practices schärfen die Sinne

Um das Team ins Hier und Jetzt zu holen, sind die Awareness Practices eine ausgezeichnete Wahl. Denn durch sie können alle den stressigen Alltag erst einmal hinter sich lassen und sich stattdessen vollkommen auf das konzentrieren, was gerade in diesem Moment passiert. So gelingt es allen, sich auch auf die neuen Inhalte einzulassen und wenn dann alle fokussiert bei der Sache sind, können kreative Gedanken auch viel besser wachsen. Also lass uns hier direkt mit der ersten Übungen beginnen:

Mit den Awareness Practices lasst ihr den stressigen Alltag hinter euch und kommt im Hier und Jetzt an.

“Mit Rosinen zu mehr Fokus” – klingt vielleicht erstmal lustig, eignet sich aber bestens als Übung, um zum Einstieg die Achtsamkeit eines jeden Teilnehmers zu aktivieren. Die komplette Aufmerksamkeit richtet sich hier nämlich auf genau eine Sache: die Rosine, die du zwischen zwei Fingern vor dir hältst. Diese wird genauestens mit allen fünf Sinnen untersucht, während alle anderen Gedanken dabei ausgeblendet werden. Diese Übung kann im späteren Design Thinking Prozess sehr hilfreich sein, wenn es darum geht, die Bedürfnisse des Kunden mit allen Sinnen nachzuempfinden.

Aber denk dran: Es geht hier um Übungen, die sich auch digital durchführen lassen. Also vergiss nicht, deine Teilnehmer*innen vorher zu bitten, ein Päckchen Rosinen zu besorgen. Optional kannst du natürlich auch Walnüsse oder Datteln für diese Übung verwenden.

Eine ähnliche Übung, die sich für den digitalen Workshop eignet, ist “5-4-3-2-1”. Auch hier geht es darum, fokussiert bei der Sache zu sein und so im Hier und Jetzt anzukommen. Anders als bei der Übung davor, liegt die Konzentration hier allerdings nur auf drei Sinnen: Sehen, Fühlen, Hören. In der ersten Runde wird sich pro Sinn auf ganze fünf Dinge konzentriert. Also horche einmal genau in dich hinein: was kannst du gerade alles sehen, was hören und was fühlst du?

Die Teilnehmenden können ihre Antworten dazu entweder in den Chat schreiben, oder sie laut aussprechen. Ist die erste Runde geschafft und die Aufmerksamkeit somit geschärft, geht es weiter mit vier Dingen pro Sinn, auf denen nun der Fokus liegt. So wird diese Übung weiter geführt, bis es in der letzten Runde nur noch eine Sache ist, der die volle Aufmerksamkeit des jeweiligen Sinns geschenkt wird.

Das spannende in einem Online-Workshop ist hier, dass durch die unterschiedlichen Umgebungen auch die Wahrnehmungen der Teilnehmer*innen sehr unterschiedlich ausfallen können. Vielleicht hört der eine die laute Straße draußen, während ein anderer dem Vogelgezwitscher in in seinem Garten lauscht. Also was sind bei dir die Dinge, denen du zum Schluss deine ungeteilte Aufmerksamkeit schenkst? Was siehst, hörst und fühlst du?

Eine gute Übung für einen gelungenen Einstieg in einen Online-Workshop ist “Mindful Walking”. Denn während die Teilnehmer*innen dabei schweigend durch den Raum laufen, finden sie erst einmal zu sich selbst. Das wird dadurch unterstützt, dass der Coach währenddessen beginnt bestimmte Fragen zu stellen, zum Beispiel “Wie geht es dir?” oder “Wie fühlt sich dein Körper an?”. Nach dieser Phase geht die Aufmerksamkeit über auf den Raum. Wie sieht er aus? Was kann man hören?

Erst wenn sich auch damit achtsam auseinander gesetzt wurde, wird die Aufmerksamkeit nun auch auf die anderen Teilnehmer*innen gerichtet. Dabei wird wahrgenommen, wer sich alles mit einem zusammen im Workshop befindet. Gerade in einem Online-Workshop kann diese Übung sehr hilfreich sein, um sich an die digitale Umgebung zu gewöhnen und ein Gespür dafür zu bekommen, wie es ist, sich alleine in einem physischen Raum zu befinden und trotzdem mit anderen über den Bildschirm zu interagieren.

Connection Practices für ein starkes Team

So, nun sind alle im Hier und Jetzt angekommen und die Sinne sind geschärft. Zeit um einen Schritt weiter zu gehen. Damit ihr im kommenden Prozess als starkes Team zusammenarbeiten könnt, helfen Connection Practices Verbundenheit und Vertrauen in der Gruppe zu schaffen. Denn ein gutes Gruppengefühl sorgt dafür, dass sich auch jeder traut sich zu öffnen und seine Ideen einzubringen. Damit das in einem Online-Workshop, in dem durch die physische Distanz eh schon jeder mehr für sich ist nicht auf der Strecke bleibt, ist hier nun unsere Top-Auswahl der digitalen Connection Practices. Besonders bei mehrtägigen Design Thinking Workshops haben wir hiermit gute Ergebnisse hinsichtlich der Teamdynamik erzielt.

Connection Practices stärken die Verbundenheit im Team und sorgen für ein gutes Gruppengefühl.

Was ermutigt alle zu Beginn am meisten, sich zu öffnen? – Wenn einer voran geht. Also warum machst du als Coach nicht einfach den Anfang? Bereite dazu in einem “Check-in” zwei Leitfragen vor. Beispielsweise “Wie geht es dir heute?” und “Was ist deine Intention für diesen Workshop?”. Bevor nun die Gruppe deine beiden Fragen beantwortet, liegt es an dir, sie zunächst selber offen und ehrlich zu beantworten. Denn so dienst du als gutes Vorbild und ermutigst den Rest der Gruppe ebenso offen zu antworten.

So die erste Übung diente zum Einstieg, aber was wenn ihr euch nun schon etwas besser kennt und schon mehrere intensive Gruppenarbeitsphasen hinter euch habt? Auch dann darf der Zusammenhalt natürlich nicht vernachlässigt werden. “Ressourcenbaum” stellt dabei eine geeignete Übung dar, mit der ihr auch zwischendurch wieder zusammenfinden und das Gruppengefühl stärken könnt. Denn hierbei wird die bisherige Gruppenarbeit reflektiert.

Alles beginnt damit, dass zunächst individuell besondere Ereignisse oder Erfolge gebrainstormt werden. Dann werden die Ergebnisse in immer größer werdenden Gruppen besprochen (erst 2, dann 4 bzw. 8 bei großen Gruppen). Doch das wars noch nicht ganz. Nun lautet die Frage für die Gruppen, welche Fertigkeiten oder Fähigkeiten dabei neu erlernt oder verbessert wurden. Ist auch dazu einiges zusammengekommen, präsentiert anschließend jede Gruppe ihre Ergebnisse im Plenum. Da wir uns ja immer noch in der digitalen Welt befinden, sind bei dieser Übung die Breakout-Rooms von Zoom gefragt.

Unsere letzte Top digitale Connection Practice an dieser Stelle, ist besonders dafür gemacht, auch introvertierte Personen mit in den Prozess zu integrieren. Damit sie sich nicht unbemerkt aus dem Geschehen raushalten, bietet “Schreibchat” eine Form der Kommunikation, bei der sich auch die stillen Charaktere trauen, sich einzubringen. In einem schriftlichen Brainstorming werden Ideen, Meinungen und Gefühle ausgetauscht. Doch wie funktioniert das in der Online-Welt?

Hierfür wird zunächst auf einem virtuellen Whiteboard zusammengearbeitet. In der Mitte steht ein bestimmtes Thema, eine Idee oder auch eine Fragestellung. Dann tauschen die Teilnehmenden ihre Gedanken dazu schreibend aus und nutzen dabei die virtuellen Post-its, die sie rund um die Mitte verteilen. Auch Gedanken von anderen dürfen dabei weitergeführt, oder kommentiert werden. Erst am Ende, wenn die Ergebnisse im Plenum diskutiert werden, wird gesprochen. Davor heißt es: Stillschweigen.

Zur Ruhe kommen mit den Cool Down Practices

Wenn nun deine Teilnehmer*innen bereits mit vielen neuen Informationen konfrontiert wurden und in hoch energetischen Brainstormings Ideen gesammelt haben, müssen sie zwischendurch auch wieder runterkommen um alles zu verarbeiten. Jeder, der einmal einen Design Thinking Workshop erlebt hat, kennt dieses Workshop High. In diesem Fall eignet sich nichts besser, als eine Cool Down Practice. Denn so schalten alle wieder einen Gang runter und finden zurück in ihre Mitte. Besonders wirksam sind hier Atemübungen und noch dazu lassen diese sich auch online ohne Probleme durchführen.

Cool Down Practices helfen dabei zur Ruhe zu kommen und die vielen Eindrücke erst einmal zu verarbeiten.

Eine erste einfache Übung ist “Helix”. Dabei geht es darum, durch wechselseitiges Ein-, und Ausatmen beide Gehirnhälften zu synchronisieren und sich dabei gleichzeitig frei von Nervosität zu machen. Das wird erreicht, indem nur über das linke Nasenloch eingeatmet wird, während das rechte zugehalten wird. Nach einer kurzen Atempause wird dann diesmal nur über das rechte Nasenloch ausgeatmet. Das war schon die ganze Übung. Wiederholt diese Abfolge mindestens 7 mal und schon werdet ihr merken, wie ihr wieder mehr zur Ruhe kommt und alle Anspannung von euch abfällt.

Ebenso kann man durch solche Übungen “Altes loslassen und Platz für Neues machen”. Und genau das ist auch der Name der nächsten Übung. Diese Atemübung lässt wieder frische Luft in unsere Lungen. Um dabei genug Sauerstoff hereinzulassen, sollte zunächst jeder sein eigenes Fenster öffnen. Danach wird sich ein gemütlicher Platz im Raum gesucht und solange auf die eigene Atmung konzentriert, bis der persönliche Rhythmus gefunden ist.

Dann kann die Übung beginnen. Der Coach gibt nun die Anweisungen: Zuerst geht es darum, alle alte, angestaute Luft in einem langen Ausatmen rauszulassen. Danach wird bewusst in Bauch und Brust eingeatmet. Das ganze wird bis zu dreimal wiederholt, bis alle frei von verbrauchter Luft und voll mit neuer Energie sind.

Wieder Auflockern durch die Movement Practices

Kommen wir nun von dieser Ruhe wieder zu ein bisschen mehr Bewegung. Denn Bewegung bringt den Körper in Einklang mit dem Geist und kann so dabei helfen, festgefahrene Situationen wieder aufzulockern und außerdem für die nötige Portion Elan bei der Weiterarbeit sorgen. Also los:

Wir starten mit dem “Morning Move”. Denn dieser führt nicht nur zu mehr Bewegung, sondern lockert auch die Stimmung ein wenig auf. Der Coach startet mit seinem persönlichen Morning Move. Das kann zum Beispiel sein, die Hände zum Himmel zu strecken und dabei zu gähnen. Die Teilnehmer*innen machen Bewegung und Geräusche nach. Dann geht es reihum, bis jeder seinen persönlichen Move vorgestellt hat. So wird nicht nur jeder wach, sondern bringt auch noch eine persönliche Komponente mit in die Übung ein.

Vom Morning Move zum “Wohlfühl Groove”. Bei dieser Übung ist das Prinzip ähnlich. Aber anstatt einer bestimmten Bewegung, werden hier für etwa eine Minute Tanzmoves vorgeführt. Dabei wird Musik gespielt und damit sich hier keiner alleine fühlt, steigt auch hier die ganze Gruppe wieder mit ein und imitiert die Grooves. Das gemeinsame Tanzen macht nicht nur Spaß, sondern sorgt auch für Empathie und Verbundenheit in der Gruppe.

Eine weitere kleine Bewegungsübung, um sich mal wieder so richtig zu recken und strecken stellt “Farn” dar. Während die Teilnehmer*innen dabei die Augen schließen, stellen sie sich vor ein Farn im Wind zu sein. Ihre Arme strecken sie dabei kraftvoll nach oben zur Sonne und bewegen sich dann mit jedem Lüftchen nach links und rechts. Wer noch mehr will, stellt sich einfach auf die Zehenspitzen. Simpel, aber optimal um wieder zu sich und innerer Ruhe zu finden.

Um sich noch mehr mit sich selbst zu verbinden und in den eigenen Körper zu finden, ist “Body Expression” die perfekte Übung. Und so geht´s: Die Teilnehmer*innen bewegen sich durch ihre Räume, während Musik läuft. Nun wählt der Coach eine der sechs Grundemotionen Freude, Trauer, Angst, Wut, Ekel oder Überraschung aus.

Die Aufgabe besteht nun darin, sich passend zu der gewählten Emotion durch den Raum zu bewegen. Schaltet der Coach die Musik schließlich aus, hat noch jeder einen kleinen Moment Zeit, der erlebten Emotion mit geschlossenen Augen nachzuspüren. Anschließend wird die Übung in der Gruppe reflektiert. Wie haben sich beispielsweise Freude oder Überraschung für den Körper angefühlt?

Reflection Practices stärken die Lernerfahrung

Zu guter Letzt dürfen natürlich auch Reflection Practices auf der Liste der digitalen Achtsamkeitsübungen nicht fehlen. Denn durch sie werden sich die Teilnehmer*innen ihrer Gefühlswelt bewusst und können persönliche Erkenntnisse aus dem Erlebten gewinnen.

Wenn während einer intensiven Workshopphase so richtig viele Informationen auf einmal auf die Teilnehmenden eingeprasselt sind, ist es sinnvoll, wieder für ein bisschen Ruhe zu sorgen und das Geschehene noch einmal Revue passieren zu lassen. Dafür ist “Stranded” eine gut geeignete Übung. Denn hier reflektiert jeder für sich noch einmal den bisherigen Prozess und stellt sich gleichzeitig auf das ein, was noch kommt. Nachdem es sich jeder in seinem eigenen Raum bequem gemacht hat, kann die Meditation auch schon starten:

„Stell dir vor, du bist während eines langen internationalen Fluges auf einem namenlosen Flughafen irgendwo auf der Welt gestrandet. Deine Weiterreise verzögert sich, es gibt nichts zu tun und du hast nun Gelegenheit, aufmerksam in dich zu spüren und die bisherigen Erkenntnisse des Workshops zu reflektieren.”

Nun setzt Musik ein und die Teilnehmenden denken völlig entspannt über das nach, was war und gleichzeitig über das, was vor ihnen liegt. Dabei müssen sie nichts anderes tun, keine Aufgaben lösen, sondern können sich einfach fallen lassen. Das verspricht ein unglaublich befreiendes Gefühl.

Eine weitere Übung in diesem Bereich, die speziell dazu dient, Positives zu reflektieren ist die “Dankbarkeitswand”. Dabei läuft wieder Musik und die Teilnehmer*innen nutzen zunächst ihre Räume um aufzustehen und sich nach einer intensiven Arbeitsphase erst einmal wieder zu schütteln und zu dehnen. Danach legen oder setzen sie sich und die Achtsamkeitsübung beginnt. Speziell geht es dabei darum, Dankbarkeit zu entwickeln. Deshalb reflektiert jeder für sich jeweils drei Dinge, für die er heute, diesen Monat und dieses Jahr dankbar ist.

Danach kommen alle durch ein kurzes Stretching wieder in ihrem Raum an und notieren ihre Ergebnisse auf digitalen Post-its und heften sie auf das virtuelle Whiteboard. Nun wird gemeinsam noch einmal reflektiert: Gab es Überraschungen? Was hat sich öfter wiederholt? Welche Konsequenzen kann das für das Team haben? Solch eine Übung erinnert alle daran, das Schöne nicht aus den Augen zu verlieren.

Last but not least kannst du mit “Brief an mich selbst” dafür sorgen, dass alle Teilnehmenden auch nach dem Workshop noch eine kleine Erinnerung für sich mitnehmen.

Lass sie dabei ausgehend von ein paar Leitfragen in einem kurzen Brief notieren, was sie Neues gelernt haben, was vielleicht Aha-Momente waren oder auch, was ab jetzt im Berufsleben anders laufen soll.

Sie können dies entweder direkt auf Papier notieren und den Brief dann selbst verwahren, oder aber du sammelst erstmal alle Briefe in digitaler Form in einem Online-Speicher und schickst sie den Teilnehmenden nach einer Weile, beispielsweise per E-Mail zu. So gehen die vielen gesammelten Eindrücke nicht verloren und die Teilnehmer*innen haben auch wenn der Workshop schon eine Weile zurückliegt noch eine motivierende Erinnerung an die Erlebnisse.

Auch wenn wir hiermit am Ende unserer Liste angelangt sind, war das natürlich noch lange nicht alles. Denn das war nur eine handvoll der insgesamt 56 Achtsamkeitsübungen aus 55+1 Mindful Practices. Wenn du von den kleinen Achtsamkeitsübungen gar nicht genug bekommen kannst, blättre doch einfach selbst mal durch und überlege dir noch weitere Online-Versionen der Mindful Practices.